Tortenansicht

Ombre Cake

Mein erster Ombre-Cake…YAY!!
Nein, eigentlich so gar nicht yay! Eher so „!@#§!&“
Bei diesem Kuchen ist anfänglich so ziemlich alles schief gegangen.

Aber besser von Vorne….mein Vater rief mich an und fragte ob ich für meine (Stief-)Mama nicht eine Torte zum 50. Geburtstag machen könnte. Jeder sollte etwas mitbringen zur Feier. Dass ich da zugestimmt habe, brauch ich ja wohl nicht erläutern.

Ich wollte schon länger mal einen Ombre-Cake machen. Da ich nichts ausgefallenes machen sollte, fiel Fondant und ähnliches ja sowieso weg. Also einfache Tortenböden mit Ganache oder Buttercreme drumrum.
Da ich aber so ganz „einfach“ dann doch nicht kann wollte ich ihn in verschiedenen Rottönen einfärben. Rot ist nämlich ihre Lieblingsfarbe. Und eine niedliche Wimpelkette wollte ich mal machen. Die finde ich so toll! Da sie an Halloween Geburtstag hat und auch Hexen sehr mag, dachte ich auch an eine schlichte Hexendeko. Die wird ja nicht gegessen, die kann also ruhig aus Fondant sein.
So weit so gut. Plan und Skizze waren gemacht.
Die Hexendeko hab ich dann auch relativ schnell hinbekommen. Die wartete dann solange im Schrank auf ihren Einsatz.

Dann hab ich mich fröhlich ans backen gemacht. Als der Teig fertig war, ging ich an meinen Backschrank. Um festzustellen, dass meine rote Pulverfarbe fast alle ist! Ich bin einfach davon ausgegangen, dass davon noch genug im Schrank ist. Normalerweise hab ich immer Vorrat da. Ja super…diesmal nicht. Und jetzt? Noch schnell zum Supermarkt. Nur flüssige Lebensmittelfarbe. Nun gut. Zwei Packungen mitgenommen. Wenigstens für den Teig dachte ich. Joa hat auch nicht gereicht. Zuviel Teig. Also noch Marmelade mit rein. Hat auch nicht gereicht. Ich wollte ja auch nicht, dass der Teig matschig wird. Irgendwann gab ich dann also auf. Blieb der Teig eben Rosa. Aber wenigstens in drei verschiedenen Stärken, so mehr oder weniger.
Aber was sollt ich denn jetzt mit der Ganache machen? Während meinem Kampf mit dem Teig, fuhr Mr N extra für mich durch verschiedene Supermärkte und suchte nach schokolösslicher Farbe. Eine unlösbare Aufgabe. Nunja so bekam er wenigstens meine Laune nicht mit. Hatte auch was Gutes.
Nachdem ich dann nicht mehr weiter wusste, musste ich improvisieren. Zum Glück hatte ich in den letzten Tagen meinen Kuvertüre bestand schon sehr aufgestockt. Also war von allen Sorten reichlich da. Deshalb entschied ich mich dann für eine Schoko-Ombre-Variante. Was blieb mir übrig?

Meine Lehre daraus hab ich auf jeden Fall schonmal gezogen. Immer schön brav nachsehen ob auch genug im Haus ist, auch wenn man sich sicher ist. Und immer gute professionelle Produkte rechtzeitig besorgen.

Naja da der Unfall aber trotz allem gut angekommen ist, es allen geschmeckt hat und er ja nicht ganz so unglaublich furchtbar aussieht, zeig ich ihn euch hier dennoch. Nach der Entscheidung für die improvisierte Variante ist auch nichts mehr schief gegangen.

Tortenansicht
Hier also der Unfall…man beachte den dezenten Hinweis auf das Alter
dekodetail
Im Detail die abtauchende Hexe mit Zubehör. Das weiße ist noch ein wenig Puderzucker.
tortenprofil
Der fast ganz saubere Rand

Hier jetzt auch das Rezept. Hat ja schließlich doch geschmeckt. Die dunkelste Schicht war nur leicht kletschig. Fiel aber nicht auf.

Ihr braucht für die 3 Kuchenböden:

700g Butter oder Margarine
600g Zucker
2 Pck Vanillezucker
8 Eier
700g Mehl
4 TL Backpulver
rote Marmelade

Die Butter schaumig rühren und nach und nach den Zucker, Vanillezucker und die Eier dazu geben. Mehl und Backpulver esslöffelweise hineinsieben.
Jetzt gebt ihr einen Teil der Marmelade dazu. Ein Drittel des Teiges wird jetzt in einer Springform bei 180 Grad etwa 45-60 Min gebacken.
Währenddessen färbt ihr den restlichen Teig mit mehr Marmelade bis er sichtlich dunkler ist. Dann die Hälfte des Teiges backen.
Dann den letzten Teil des Teiges weiter einfärben und anschließend wieder backen.
Alle drei Böden auskühlen lassen.

Für die Ganache:

400g weiße Schokolade
300g Vollmilchschokolade
400g Zartbitterschokolade
800ml Sahne

200ml Sahne aufkochen und die weiße Schokolade darin auflösen. In weiteren 200ml Sahne die Vollmilchschokolade auflösen. Die restlichen 400ml Sahne aufkochen und die Zartbitterschokolade auflösen. Alle nacheinander mit dem Handrührer aufschlagen damit sich Sahne und Schokolade vollständig verbinden. Danach kalt stellen, am besten über Nacht.

Das ist nur eine Kurzfassung. So mache ich es normalerweise. Es gibt viele detailiertere und bessere Anleitungen. Hier zum Beispiel.

Jetzt müssen die Böden aufeinander gestapelt werden. Ich habe dazu eine drehbare Platte verwendet. Die Ganachecremes werden jetzt noch einmal aufgeschlagen bis sie hell und cremig sind. Man darf aber nicht zu lange schlagen.

Streicht den ersten Boden mit etwas Ganache ein. Darauf kann dann der zweite Boden „geklebt“ werden. Genauso verfahrt ihr mit dem nächsten Boden.

Danach habe ich eine dünne Schicht von allen drei Sorten an die Böden gestrichen. Unten weiß, in der Mitte Vollmilch und oben Zartbitter. So wurde die Oberfläche glatt. Danach habe ich die restliche Ganache je nach Farbe am Kuchen verteilt. Oben drauf kam auch Zartbitter.

Das wurde dann auch wieder ein wenig glatt gestrichen. Dann habe ich einen Ganierspachtel an den Rand angesetzt und die Platte mehrfach gedreht (bzw. Mr N) bis alles richtig geformt und glatt war. Oben drauf strichen wir alles zur Mitte hin um ein gleichmäßiges Muster zu haben.

anschnitt
Hier der Anschnitt. Vielen Dank dafür an meinen Papa! Auf meinen Bildern sah man leider das Rosa gar nicht.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig amüsieren mit der Geschichte!
Und meine neuen Merksätze:

  • Gucke ob alle Zutaten und Dekomaterialien da sind!
  • Besorge irgendwie professionelles Material und das auch rechtzeitig!
  • Bessere Vorbereitung generell!!

Freut euch schonmal auf das nächste Chaos. Sowas wird trotzdem öfter vorkommen!

Eure Krissi

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2 Gedanken zu “Ombre Cake

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