Mr. Pumpkin

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Ich erwähnte ja vor einiger Zeit schon mal einen Trostpreis, den wir auf einem Erntefest gewonnen hatten. Ihr erinnert euch? Naja, eigentlich haben wir den nicht gewonnen. Sondern Mr N hat den verloren quasi. Äh, ja das muss ich wohl genauer erklären. Also es gab ein Schätzspiel auf dieser Feier. Bei unseren Freunden im Garten wuchs nämlich ein Riesenkürbis still und heimlich vor sich hin. Und alle Gäste sollten doch jetzt mal raten wie viel der eigentlich wiegt.

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Tja und Mr N lag so grandios daneben, dass er am weitesten entfernt war. Und dafür gab es, na was wohl, den Riesenkürbis zum mitnehmen. War ein wenig geplant von dem Herrn. Am Ende der Feier wurde der Koloss dann also von drei starken Männern in unser Auto gehievt. Und wer trug ihn wieder raus? Genau, Mr N und ich. Also genauer gesagt schleppten wir ihn zum Gartentor und rollten ihn dann über die Wiese zur Gartenhütte meiner Mutter. Bei meiner Mutter sollte er nämlich lagern bis wir ihn auch dort verarbeiten könnten.

Ein Wochenende später fielen wir also wieder bei meiner Mutter ein und zerlegten das Kürbismonster bzw. erweckten es auch irgendwie zum leben.

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Und hier seht ihr mal einen Teil von mir, auch zum Vergleich wie groß der Kürbis wirklich ist. Dazu sei allerdings gesagt, ich bin auch kein Riese.

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Wir wollten eigentlich meinen kleinen Neffen mal da rein setzten und Fotos machen. Ihr kennt diese tollen Bilder wo niedliche kleine nackte Babys in großen Kürbissen sitzen.

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Die Kinder sehen immer glücklich aus. Nunja, mein Neffe war es nicht. Meine Nichte fing vorher schon an zu weinen, obwohl sie nicht mal hinein sollte, und mein Neffe stimmte mit ein als wir ihn über den Kübisschlund hebten. Ok, also das Kind wieder angezogen und weiter Kürbis auseinander nehmen.

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Ihr seht richtig, mit einer Säge. Hat trotzdem ziemlich lange gedauert. Zwischendurch unterstütze uns eine Hummel. Sie schleckte ganz fasziniert an dem Kürbis rum. Und lies sich weder von den Messern noch von der Kamera beirren.

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Entschuldigt, aber davon kommen jetzt viele Fotos.

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Ich war so fasziniert von dem Tierchen. Davon musste ich einfach viele Fotos machen. (Und ich zeig euch nicht mal alle.)

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Die anderen Fotos sind übrigens fast alle von Mr N oder mit automatischem Auslöser geschossen.

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Sind die Flügelchen nicht hübsch? Könnt ich mir immer wieder ansehen.

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Später war ihr wohl ziemlich schlecht. Da sie nicht weg wollte, wir aber weiter schneiden mussten, schnitten wir sie mit ihrem Kürbisstück aus und legten sie auf einen Stein. Da kroch sie dann irgendwann vollgefressen von ihrem Stück runter. Kam aber nicht sehr weit. So lag sie dann den ganzen Abend neben ihrem Kürbis. Als es dunkel wurde hab ich sie unter den Pavillon gelegt, damit sie nicht so auskühlt. Etwas später war sie dann aber weg. Ist wohl von ihrem Verdauungsschlaf aufgewacht und Heim geflogen.

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So genug Hummelfotos. Weiter mit dem Monster.

Aus dem restlichen Kürbis wurde dann hauptsächlich Kürbissuppe. Einen Teil blanchierte ich. Das haben wir dann alles portionsweise eingefroren. Einen Teil der Suppe haben wir aber auch schon eingekocht. Da schlummert immer noch etwas von im Keller.

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Übrigens billige Einmachgläser in Riesengröße sind die Gläser der eingelegten Gurken. Sie kosten zwischen 1 und 2 Euro und ihr habt auch noch Gurken dazu. Ich mag vorerst allerdings keine Gurken mehr sehen.

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Da seht ihr auch mal Mr N, der fleißig die Kürbisfratze zerlegt (mit seinem tollen neuen Tshirt).

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Wie ihr seht hatten wir bei meiner Mama eine grandiose Feuerstelle zur Verfügung. Mit einem großen Emailletopf. Der wird in eine Schwenkgrillvorrichtung eingehangen. Die hat mein Opa mal selbstgebaut. Der Topf ist auch von ihm, aber vermutlich gekauft.

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Habt ihr schon mal über dem Feuer gekocht? Es ist wirklich toll! Müsst ihr dringend mal machen!

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Der Topf ist zum Glück sehr groß und so mussten wir nur drei Durchgänge machen. Wie viel das mit einem normalen Topf auf dem Herd gewesen wäre will ich gar nicht wissen.

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Die Suppe köchelte immer schön vor sich hin. Kürbis, Zwiebeln, Brühe, Sahne, Gewürze. Und dann haben wir die letzten Stücke noch püriert. Das Rezept bekommt ihr natürlich in den nächsten Tagen.

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An einem anderen Wochenende kamen wir wieder zu meiner Mama und tauten den blanchierten Kürbis auf. Daraus wurden ein paar Dinge gebacken. Auch einige mit Apfel. Die ganzen Sachen fror ich dann wieder bei meiner Mama ein. So war alles vorbereitet und wir konnten kurz vor der Kürbisfeier alles wieder aufbacken.

Die Kürbisfeier war dann also ein Wochenende später. Und um diese Feier soll es hier auch eigentlich gehen. Oder eher um das was es alles dort gab.

Kürbis- und Apfel-Zimt-Muffins
Kürbis- und Apfel-Zimt-Muffins

Die tollen Apfel-Zimt-Muffins heißen eigentlich Bratapfeltörtchen. Das Rezept habe ich bei Nadine von Dreierlei Liebelei entdeckt. Aber ursprünglich ist es aus dem Buch von Frl. Klein. Ich habe allerdings das Topping weg gelassen.

Apfel-Zimt-Muffins
Apfel-Zimt-Muffins
Kürbisbrot (was eher nach Kürbiskuchen oder Kürbisstuten schmeckte)
Kürbisbrot (was eher nach Kürbiskuchen oder Kürbisstuten schmeckte)
Tortillasnacks (Dazu gab es eigentlich einen Kürbis- und einen Apfelkuchendip. Ich sehe jetzt erst, dass es davon kein Foto gibt.)
Tortillasnacks (Dazu gab es einen Kürbis- und einen Apfelkuchendip. Ich sehe jetzt erst, dass es davon kein Foto gibt.)
grandioses Knäckebrot
grandioses Knäckebrot

Dieses Knäckebrot war wirklich soo so lecker! Das war auch ziemlich schnell weg. Es hat alle begeistert. Und es ist wirklich einfach herzustellen. Das hat in diesem Fall allerdings Mr N gemacht. Das Rezept ist von Jennys Backwelt. Lediglich mit mehr Salz, zusätzlich Pfeffer und Paprikagewürz. Jennys Blog lese ich schon sehr lange. Schon bevor ich mit dem bloggen anfing. Ihre Torten sind super! Und sie wirkt gleichzeitig so bescheiden. Schaut mal bei ihr vorbei. Von ihr habe ich schon einiges nachgebacken.

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Die anderen Rezepte bekommt ihr natürlich alle in den nächsten Tagen.

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Der freundliche neugierige Hund, der am liebsten alles schon vor der Party vernichtet hätte.
Ich weiß, das Foto sieht aus wie Werbung, aber irgendwie ist es so schön.
Ich weiß, das Foto sieht aus wie Werbung (und als wären wir Trinker), aber irgendwie ist es so schön. Und keine Sorge, das ging nicht alles weg und einiges davon ist alkoholfrei.
Das letzte Foto vor der Feier bei einsetztender Dämmerung.
Das letzte Foto vor der Feier bei einsetztender Dämmerung.

Wir hatten ein paar Freunde eingeladen und es war ein wirklich sehr schöner Abend! Das werden wir wohl öfter mal machen. Vielleicht mit einem etwas kleineren Kürbis. Obwohl so ziemlich alles weg gegangen ist. Ach und wir sollten auch viel öfter über dem Feuer kochen.

Und damit ihr seht wie schön das ist, bekommt ihr noch ein paar Bilder vom kochen im dunkeln überm Feuer.

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Am Ende des Abends hatten wir noch lange den Feuerkorb an.

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Und nun…was meint ihr wie schwer der Kürbis war?

Eure Krissi

P.S.: Eigentlich sollte der Artikel schon letzte Woche erscheinen, aber er wurde jetzt doch so umfangreich. Da hab ich doch etwas länger für gebraucht.

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13 Gedanken zu “Mr. Pumpkin

  1. Meinen Glückwunsch. Sehr schöne Geschichte, super geschrieben und noch tollere Bilder. Wirklich klasse. Könnt Ihr Kürbis überhaupt noch sehen ?? 😉
    Kochen über Feuer ist schon toll. Vor allem, wenn es um Suppen geht.

    Viel Spaß noch und schöne Grüße an Mr.N und den neugierigen Hund 🙂

  2. Über richtigem Feuer kochen ist super. Haben wir als Kinder schon immer im Sommerlager gemacht. Wenn man die Rezepte dann aufm Herd macht, dann schmecken sie ganz anders.
    Aber so einen RIESEN Kürbis zu verarbeiten ist sicher kein spaß. Die sind ja auch noch so hart da ists ja schon richtig Arbeit die klein zu bekommen.

    • Oh im Sommerlager ist das sicher schön gewesen. Da kommen dann ja noch ganz andere Erinnerungen dazu. Sehr schön. Das schmeckt dann natürlich nicht mehr genauso 🙂
      Ach hat schon Spaß gemacht. Auch wenns Arbeit war. Und mit der Säge und scharfen Messern ging das eigentlich ganz gut 🙂

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