Ihr seid viele

Seit 5 Tagen und 2 Stunden folgen mir 100 Leute hier auf dem Blog. 100 Leute die interessiert was ich schreibe? Ehrlich? Das sind schon viele. Wenn ich mir vorstelle, dass 100 Leute vor mir stehen und ich irgendwas erzählen müsste. Ich würde kein einziges Wort heraus bringen. Und eigentlich sind das ja noch nicht mal alle. Bei Facebook, Blog-Connect und Bloglovin gibt es auch insgesamt nochmal 93. Allerdings sind da wohl viele von doppelt. Das zählt also nicht so ganz.

Also erstmal DANKE, dass ihr mir folgt! Danke auch an alle, die hier so aktiv sind und liken und kommentieren! Dadurch macht alles natürlich noch mehr Spaß! Ich hoffe ihr alle habt weiterhin Freude hier!

Ja und was machen wir jetzt zur Feier des Tages? Wieder was verlosen? Wird auch irgendwie langweilig oder? Diesmal möchte ich etwas machen, wo ihr alle etwas von habt. Irgendwie zumindest. Ich möchte euch eine andere Seite von mir zeigen. Wie ihr wisst schreibe ich gerne. Im Alltag komme ich nicht alzu oft dazu. Das war mit ein Grund diesen Blog zu eröffnen. Aber ab und zu komme ich schon mal dazu ein paar Zeilen zu schreiben.

Ich würde euch gerne eine Kurzgeschichte zeigen, die ich vor ein paar Jahren geschrieben habe. Bisher haben sie nur wenige Leute gelesen. Ich hoffe sie gefällt euch. Heute würde ich sie vermutlich ein klein wenig anders schreiben, aber ich ändere sie jetzt nur geringfügig.

Ach ja, ich möchte vorher noch eine kleine Warnung aussprechen. Trotz des Titels handelt es sich nicht um eine Liebesgeschichte. Sie wird ein wenig brutal. Wenn ihr sehr zartbeseitet seid, überlegt euch ob ihr sie lesen wollt oder euch lieber etwas fröhlicheres anseht. Die Geschichte ist nicht wirklich gruselig oder eklig. Heutzutage sieht man in den Medien weitaus schlimmeres. Aber ich möchte niemandem Alpträume bescheren.

Also falls ihr weiterlesen möchtet: Viel Spaß!

Eifersucht

Marco öffnete die Haustür seiner Wohnung und ließ eine junge Frau eintreten. Cynthia hörte die beiden, tat aber so als wäre nichts. Marco begrüßte sie wie immer und sagte dann: „Cynthia, das ist Elisabeth. Oder Betty, wie ich sie nenne.“ Er lachte. Die Frau lächelte nur verschämt und murmelte etwas von:  „Du weißt doch, dass ich diesen Spitznamen nicht mag.“ Marco grinste, wie es seine Art war, wenn er scherzte, und wandte sich wieder an Cynthia:  „Sie wird jetzt öfter bei uns sein.“ Betty lächelte ihn an und die beiden verschwanden in der Küche.
Cynthia war vollkommen entsetzt. Nicht nur, dass er eine andere Frau anschleppte, nein, er tat auch einfach so als wäre es das normalste auf der Welt und Cynthia würde einfach damit klar kommen müssen. Aber Cynthia fand das alles gar nicht so normal und sie würde sich auf keinen Fall damit abfinden. Sie hasste diese Frau. Diese Betty würde alles zerstören was sie und Marco hatten. Aber das würde sie nicht zu lassen.
Cynthia lebte ein paar Tage mit dieser Zumutung. Und Marco behielt Recht, diese Frau war wirklich fast jeden Abend mit Ihnen zusammen. Cynthia beobachtete die beiden genau. Sie konnte es zwar kaum ertragen in ihrer Nähe zu sein, aber sie musste es tun. Es war notwendig.
Nach acht Tagen wusste sie genug. Übermorgen war Samstag. Alle zwei Wochen ging Marco Samstags mit seinen „Jungs“ weg, wie er immer sagte. Und sie hatte gehört wie Betty sagte, sie könnten ja zusammen kochen. Danach würde sie hier bleiben und auf ihn warten. Auch als Marco sagte, es würde bestimmt spät werden, ließ sie sich nicht davon abbringen.
Cynthia war das nur Recht. Es war ein guter Zeitpunkt. Sie musste also nur noch zwei Tage in diesem Zustand überleben.
Freitag kam Betty nicht und Cynthia hatte endlich wieder einen Abend allein mit ihrem Marco. Sie genoss es, war aber ziemlich aufgeregt wegen des nächsten Abends.
Am nächsten Tag blieb Cynthia immer in Marcos Nähe. Als er dann später ging, folgte sie dieser anderen Frau ins Wohnzimmer. Nun hieß es warten. Betty redete die ganze Zeit mit ihr, aber sie ignorierte es.
Irgendwann ging Betty endlich schlafen. Cynthia war froh, dass dieser Teil ihres Plans funktioniert hatte. Die junge Frau legte sich ins Bett und drehte sich wie immer zur Wand. Cynthia stand in der Tür und beobachtete alles. Das Licht war jetzt aus, aber sie konnte im Dunklen sehr gut sehen. Sie war aufgeregt, ihre Gedanken allerdings vollkommen klar. Sie hasste diese Frau und wollte sie nicht länger dulden. Sie sprang ruckartig aufs Bett und schlitzte ihr den Hals auf. Dann hörte sie ein gurgelndes Geräusch. Aber das war nicht genug. Sie wollte, dass sie leidet. Cynthia ritze ihr den Rücken auf. Sie zog feine dünne Linien über die glatte Haut. Das Blut tropfte heraus. Cynthia lies ihre ganze Wut an ihr aus. Langsam bildete sich ein feines rotes Netz auf der Haut. Es wurde immer dichter. Cynthia beruhigte sich. Sie spürte das Blut unter sich. Das Laken war feucht und warm. Sie hatte genug. Der Stuhl neben dem Bett war jetzt ihre Zuflucht. Nun hieß es wieder warten.
Ein paar Minuten später klickte Marcos Schlüssel. Sein Timing war perfekt. Er würde gleich sehen was sie von dieser Frau hielt. Er würde es sicher nicht wieder wagen eine andere Frau mitzubringen.
Marco kam ins Schlafzimmer. Er schaltete das Licht an und als er Elisabeth sah, erstarrte er. Er brachte nur ein Flüstern heraus: „Wie konntest du das tun, Cynthia?“
Cynthia saß auf ihrem Stuhl, leckte sich genüsslich schnurrend ihre vom Blut tropfenden Krallen und säuberte das rot durchtränkte Fell.

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4 Gedanken zu “Ihr seid viele

  1. Ich bin ja einer derjenigen, die die Geschichte schon gelesen haben. Ich finde es gut, wenn man nicht schon relativ früh genau weiß, wer was wann und wo getan hat und man am Schluß dann nochmals überrascht wird. Und das wird man hier definitiv.

    Ansonsten – mach weiter so. Es macht Spaß, hier mitzulesen. Auch wenn man kein Backfreak ist 😉 Aber man kriegt doch manchmal Hunger drauf. Und mehr als 100 Leute können sich nicht irren 🙂

    Hab Dich lieb

    • Genau so ist es gedacht 🙂 War auch gar nicht einfach das so zu schreiben teilweise. Schön, wenn es dir trotzdem Spaß macht! Manchmal gibt es ja auch andere Sachen hier und kleine Geschichten 😉 Hab dich sehr lieb!

  2. Die Geschichte, gerade auch die Wendung fand ich irgendwie cool. Aber ich glaube, wenn ich mir jetzt nicht gesagt hätte, dass ist so kurz, das lieste jetzt fertig, dann hätte ichs nicht zu ende gelesen. ^^“ Für mich hat sich nicht so die Spannung aufgebaut, die mich dazu antreibt weiter zu lesen. KA anders kann ichs nicht beschreiben.

    Glückwunsch zu den 100 Followern. Mach einfach weiter wie gehabt, dann wirste sie auch nicht verlieren.

    • Ah ok…ich verstehe was du meinst. Ja bei Kurzgeschichten steigt man ja irgendwie mittendrin ein. Das ist schon schwierig. Hab mich wahrscheinlich zu sehr darauf konzentriert das Ende nicht vorab schon anzudeuten ;D Danke für den Hinweis!
      Ich werd mir mühe geben alle 100 zu behalten 🙂 Danke

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