Krabbelkäfer

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Ihr fragt euch sicher warum ich diese hübschen Frühlingskuchen nicht draussen auf der Blumenwiese fotografiert habe, was? Nun, da sie leider schon im Januar entstanden sind, an meinem Geburtstag. Da wars draußen kalt und matschig und Blumen waren weit und breit nicht zu sehen. Die drei Kuchen, die ich euch heute zeige, habe ich zu der Feier mit meiner Familie gemacht. Und weil ich eben im Winter Geburtstag hab und niemals draußen feiern kann, habe ich mir diesmal ein wenig Frühling hinein geholt. Die Tische waren mit grünem Seidenpapier bedeckt, statt einer Tischdecke. Das ist übrigens sehr kinderfreundlich. Wenn das bemalt wird, kann man die später einfach entsorgen oder aufhängen. Je nach dem ob es ein Kunstwerk wurde oder nur die Striche zu lang wurden.

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Der kleine Käfer hier hat sich sicher auf seinem Korktablett präsentiert. Unter dem Fondant befindet sich ein Zitronenkuchen. Den habe ich HIER für die Eulen schon einmal verwendet. Ihr braucht da nur den Frischkäse und den ganzen Dekokram nicht. Den Teig backt ihr dann in einer runden Metallschüssel. Da die Oberfläche ganz rund war, habe ich weder Ganache noch Marmelade unter den Fondant gegeben. Klar, beim anschneiden fiel er dann ab. Vorher hielt aber alles sehr gut.

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Die einzelnen Teile sind mit Zuckerkleber festgeklebt und in den Fühlern ist Draht. Die Augen habe ich nicht ausgestochen sondern mit den Händen geformt, damit sie nicht ganz rund sind. Das macht es etwas niedlicher fand ich. Um den Kopf etwas vom Körper hervorzuheben („abzutrennen“ könnte man jetzt vielleicht falsch verstehen), habe ich eine Rille durch den Fondant gezogen. Arbeitet mit einem Stumpfen Werkzeug, damit der Fondant nicht durchtrennt wird. Den Mund habe ich auf die gleiche Weise geformt. Einfach mit einem Werkzeug den Fondant und den darunter liegenden Teig eindrücken. Aber eben vorsichtig arbeiten, damit nichts kaputt geht.

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Mein kleiner Neffe war ganz begeistert von dem Tierchen und sagte die ganze Zeit „Käfer, Käfer“. Meine Schwester fragte ihn also ob er was von dem Käfer/Zitronenkuchen haben möchte. Sicher wollte er. Also schnitten wir ihn an und durften uns dann ein entsetztes „Käfer kaputt!“ anhören. Gegessen hat er nachher trotzdem etwas davon glaube ich.

Ich muss zugeben, er war eher hart und gar nicht so fluffig wie sonst. Das war für mich der Anlass endlich mal zu gucken warum mir in letzter Zeit so viele Backwaren misslingen. Anscheinend liegt das an unserem Ofen. Er schließt nicht mehr richtig, vor allem wenn er schon einmal während des Backens aufgemacht wurde. Also übe ich mich jetzt immer in Geduld und öffne erst sehr sehr spät die Ofentüre. Jetzt klappen die Teige wieder etwas besser. Aber ein neuer Ofen wäre mir dennoch lieber.

Ach ja, Käfer von hinten/oben muss ich noch zeigen. Sein Kleidchen wabbelte hinten ein bisschen, so quasi kurz vor Abflug. (Nette Ausrede für nicht ordnungsgemäße Fondantarbeit, nicht wahr!?)

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Der Käfer war eigentlich meine erste 3D-Torte. Wenn man das so bezeichnen kann. Den Rest wollte ich etwas einfacher halten. Fondant ist ja nicht immer so beliebt und ich will auch nicht immer nur Motivtorten machen. Es gibt ja noch so viele andere leckere Sachen. Wie zum Beispiel diese Schoko-Minz-Tarte:

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Ich hab sie bei Vera entdeckt. HIER findet ihr das Rezept und ihre wahnsinnig tollen Bilder dazu. Ich liebe ja After Eight und ähnliches. Deswegen wollte ich diese Tarte am liebsten sofort ausprobieren. Ich konnte mich dann aber noch bis zu meinem Geburtstag beherrschen.

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Meine anfängliche Begeisterung schwenkte ein wenig um als ich sie fertig hatte. Ich weiß nicht genau wieso, aber irgendwie wollte ich sie dann nicht mehr probieren. Ich glaube die Minzmasse war mir dann doch etwas suspekt. Aber da ich mehr neugierig als argwöhnisch bin, änderte sich das schnell wieder. Ich hab dann doch probiert und sie war wirklich lecker.

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Wie ihr seht tummeln sich auch hier die kleinen Freunde des Zitronenkäfers in Gesellschaft einiger Minzeblättchen. Den Pfefferminzsirup für das Rezept habe ich übrigens nicht gekauft, sondern den selbstgemachten benutzt. Ich habe Veras Rezept 1 1/2 mal gemacht, da meine Form größer war.

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Dann gab es noch einen neuen Käsekuchen.

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Der war nicht hübsch, aber dafür lecker! Oben drauf kam eine Karamellschicht.

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Das Rezept stell ich in den nächsten Tagen online. Auch hier tauchten ein paar Marienkäfer auf. Sie waren ganz schnell und einfach aus Fondant zusammen gebastelt. Bemalt hab ich sie mit einem schwarzen (fast leeren) Lebensmittelstift. Einen der kleinen hab ich übrigens komplett platt gedrückt. Ich hab vergessen, dass die Gruppe da auf der Arbeitsplatte liegt und hab einfach unser riesiges Schneidbrett drauf fallen lassen. Ähm ja…musste dann Notgerettet werden. Ein wenig drücken und glatt streicheln und das Käferchen war wieder heile.

Marienkäfer wären doch auch was für Ostern als Thema, oder? Mal keine Häschen und Eier vielleicht. Deswegen kommt der Artikel auch erst jetzt kurz vor dem Hasenfest.

Eure Krissi

 

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2 Gedanken zu “Krabbelkäfer

  1. Sieht gut aus der ‚kleine‘ Käfer 🙂
    Und Minztorte kann ich mir auch gut vorstellen (auch After 8 mag 😉 )

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