Black Noodles

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Im Januar hab ich ja die Weisheitszähne raus bekommen. Im letzten Beitrag hatte ich das kurz erwähnt. Leider habe ich kurz davor auch ein Paket mit Essen zugeschickt bekommen. Ja es waren Nudeln und Sojasoße. Nudeln sind weich. Trotzdem war mit den dicken Backen nicht so ganz an Essen zu denken. Ich wollte ja auch was davon haben und euch sagen können ob sie schmecken.

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Deshalb kommt der Bericht über die TerraSana Produkte erst jetzt. Ja ok, es hätte früher sein können als zwei Monate, aber es gibt Leben. So komische Sachen ausserhalb dieses hübschen Blogs.

Hübsch sind auch die Produkte, die mir zugeschickt wurden. Findet ihr nicht? Die Bänder „positive eating“ fand ich besonders schön.

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Die schwarzen Reisnudeln sind schnell zubereitet. Deshalb ist auch das restliche Gericht einfach gehalten und lässt sich ganz schnell zubereiten.

Die Fotos sind diesmal übrigens alle vom Mann. Das war eine sehr große Hilfe, so konnten wir noch warm essen. Ich hab in dem Fall nur gekocht und arrangiert.

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Für 2 Portionen braucht ihr:

2 Bund schwarze Reisnudeln

4 Champignons
1/2 Paprika
2 Möhren
eine gute Hand voll Spinat
300 g Rindergeschnetzeltes
Sojasauce
Salz
Pfeffer

Champignons, Paparika und Möhren in so kleine Stücke schneiden, dass sie etwas zeitgleich gar werden können. Den Spinat befreit ihr vom Strunk und wascht ihn dann gut ab. Das  Rindfleisch bratet ihr in einer Pfanne scharf an und würzt es mit Salz, Pfeffer und Sojasauce. Wenn ihr etwas mehr Sojasauce nehmt, könnt ihr es etwas einköcheln lassen und habt einen leichten Effekt wie bei einer Marinade. Das Gemüse kocht ihr nur kurz in Wasser oder Brühe gar. Die Nudeln gebt ihr derweil in kochendes Wasser und lasst sie etwa 5 min bei mittlerer Hitze köcheln. Nudeln und Gemüse abgießen und alle Zutaten in Schalen zusammen anrichten.

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Ein schnelles Rezept, dass man auch mal eben nach der Arbeit zubereiten kann. Trotzdem gesund und lecker!

Uns haben die Nudeln gut geschmeckt. Anders als die normalen Reisnudeln, die ich auch sehr mag. Sie werden einfach aus schwarzem Reis hergestellt, statt aus weißem. 

Was macht ihr wenn es mal schnell gehen muss?

Eure Krissi

Malzige Rettung

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Wie ihr ja im letzten Blogpost erfahren habt, hab ich Kaffee und Malzkaffee von Mount Hagen bekommen. Mit dem Malzkaffee konnte ich nicht so viel anfangen, aber Tante Google hilft ja gern.

Viel ließ sich nicht an Rezepten finden. Eher wie man das Pulver selber machen kann. Aber Kuchen tauchte immer wieder auf. Massenhaft Malzkuchen im Netz.

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Und wie ihr seht, hab ich das auch mal probiert. Er ist so weich und fluffig, schmeckt ganz leicht nach Honigkuchen. Wirklich großartig.

Und er hat mir tatsächlich das Frühstück an einigen Tagen gerettet. Ich hab nämlich zwei Weißheitszähne raus bekommen und konnte so pausbäckig kaum was essen. Der Kuchen ging aber trotzdem, weil er so weich war. So hatte ich wenigstens etwas im Magen und das war trotz allem richtig lecker.

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Der Kuchen passt also genauso gut an eine Kaffeetafel, wie auch auf den Frühstückstisch. Ich hatte ihn auch einige Male mit zur Arbeit als Frühstück oder Nachmittagssnack. Zum mitnehmen auf Ausflüge ist er sicher auch toll. Er hielt sich übrigens ähnlich lange wie das Bananenbrot. Es ist kein Problem ihn eine Woche aufzubewahren, wenn er ordentlich verpackt ist.

Ein echter Allrounder obwohl er so unscheinbar aussieht. Der wird jetzt wohl regelmäßig gebacken.

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Für eine Kastenkuchenform braucht ihr:

1 Ei
1 TL Natron
1 TL Backpulver
2 EL Marmelade (vollkommen egal welche)
2 TL Zimt
3 TL Malzkaffeepulver
170 g Zucker
150 ml Milch
210 g Mehl
125 g Butter

Mischt einfach alle Zutaten ordentlich zusammen und füllt sie in eine bemehlte Backform. Ich liebe All-in-Teige. Jetzt bei 200 Grad in den Ofen und ungefähr eine halbe bis dreiviertel Stunde backen. Macht auf jeden Fall die Stäbchenprobe.

Dann lasst ihn etwas abkühlen und löst ihn später aus der Form. Wenn ihr das zu früh macht, bricht er auseinander. Für euch getestet. Schmeckt aber trotzdem.

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Da ich ihn jetzt drei Mal in wenigen Tagen gebacken habe, hab ich einiges eingefroren. Jetzt können wir immer ein paar Scheiben auftauen und mitnehmen.

Habt ihr noch andere Ideen mit Malzkaffee? Ich hab schon über Plätzchen nachgedacht.

Eure Krissi

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Neues Jahr – neues Kaffeeglück

Ein frohes neues Jahr! Ich hoffe ihr seit alle sicher rein gerutscht und hattet schöne Feiertage.

Wir haben dieses Jahr an Silvester mal ein „Dinner for 2“ gehabt. Es gab eine wunderbare Ente mit lila Kartoffeln, die leider nicht so wundervoll waren. Ganz toll war dafür wieder die Sauce. Chardonnay Sekt und Gin gab es dazu. Natürlich nicht gleichzeitig in einem Glas. Lustiges Tischfeuerwerk und „Confetti all over“ hatten wir auch. Schön wars. Das Konfetti hätte ich gern noch länger liegen lassen.

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Von Vorsätzen fürs neue Jahr halte ich zwar nicht alzu viel, dennoch hab ich mir für 2017 ein paar Sachen vorgenommen. Aber eher ganz locker gesehen und um mir etwas gutes zu tun. Hauptsächlich möchte ich mir mehr Zeit nehmen für Dinge die mir Freude machen und auch bewußt genießen.

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Dieses furchtbare Wort Achtsamkeit hat sich dafür im letzten Jahr durchgesetzt. Ich weiß nicht warum, aber das Wort an sich gefällt mir gar nicht. Als ob jemand mit erhobenem Finger, kopfschüttelnd vor mir steht. Und genau das bewirkt ja irgendwie das Gegenteil. Solche Auszeiten sollten Druck nehmen. Stattdessen denkt man bei dem Wort irgendwie „Oh Gott, ich MUSS mir dringend mehr Zeit für mich selbst nehmen! Alle machen das jetzt. So wichtig. Mehr Achtsamkeit!“ Und schon ist man in der Spirale drin und denkt man muss neben dem Alltag noch mehr Zeitfenster für sich selbst einbauen.

Die Bedeutung des Wortes finde ich aber sehr gut: mehr auf sich aufpassen, aufs Bauchgefühl hören und sich bewußt Auszeiten nehmen. Das müssen keine großen Aktionen der Entspannung sein, wenn die Zeit nicht da ist. Es reicht vollkommen, wenn man den Alltag mehr genießt. In Ruhe die Tasse Kaffe trinken, das Frühstück genießen, beim Abendessen mit dem Partner oder den Kindern reden und aufmerksam zuhören ohne etwas anderes zu machen, den Fernseher ausschalten, einem Vogel zusehen, den Arbeitsweg klar wahrnehmen ohne zu hetzen – solche Kleinigkeiten können Spannung nehmen und für viel mehr Spaß sorgen. So ist man erholt und gelassen ohne dabei wirklich mehr Zeit verbraucht zu haben.

Aber versteht mich nicht falsch, größere Auszeiten sind natürlich auch sehr gut. Man sollte sich nur nicht dazu genötigt fühlen.

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Um mir das noch ein bisschen in Erinnerung zu rufen, habe ich beschlossen bei zwei Instagram-Challenges mitzumachen. Klingt verrückt, weil eine Challenge ja eigentlich mit Druck und vielleicht sogar Zwang verbunden ist. Aber niemand zwingt mich jeden Tag dabei mitzumachen und ausserdem geht es um Dinge die ich gerne mache.

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Ich wollte schon länger mal wieder mehr zeichnen und kreativ sein. Da kommt die Challenge #365DoodlesmitJohanna gerade recht. Die Illustratorin Johanna Fritz gibt jeden Monat die Themen vor, für jeden Tag eines. Dazu soll man ein Doodle machen. Irgendeine schnelle Zeichnung, die einem dabei einfällt. Zum einen regt das die Kreativität an und zum anderen hilft es mir scribbeln zu üben. Ich bin darin nämlich gar nicht gut und für die ersten zwei Zeichnungen hab ich auch eher lange gebraucht. Aber ich denke mit der Zeit wird das immer besser werden.

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Die andere Challenge ist #mafflumomente. Auch hier das selbe Prinzip: Jeden Tag ein bestimmtes Thema, zu dem einen was einfallen soll. Hier soll man aber ein Foto posten. Ich finde es schön, dass man damit mehr auf seinen Alltag achtet und auch kleine Dinge sieht und wertschätzt.

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So und da ihr euch wahrscheinlich schon alle fragt was es jetzt mit dem Kaffeglück und den ganzen Brötchen hier auf sich hat, kommen wir mal zum eigentlichen Thema dieses Posts. Ich versuche schon lange mehr auf meine Umwelt zu achten und gewisse Dinge umzustellen. Das ist in einer Kleinstadt mit Vollzeitjob schwieriger als man denkt. Hier gibt es keinen „Unverpackt“-Laden und auf den Wochenmarkt kann ich auch nur sehr selten, da er in der Woche stattfindet. Verpackungsmüll lässt sich also nicht ganz vermeiden. Aber ich verzichte auf Plastiktüten, versuche vieles selbst zu machen und Dinge aus Materialien wie Glas, „Bambusplastik“ oder Holz zu kaufen. soetwas ist auch viel hübscher und haltbarer als Plastikartikel. Zero Waste ist für mich nicht möglich, aber auch Kleinigkeiten können helfen.

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Deshalb sind vor etwa einem Monat auch alle Kaffeemaschinen aus unserem Haushalt geflogen. Geplant waren nur die Kapselmaschinen. Ja wir hatten tatsächlich zwei davon. Eine hatte ich schon seit etlichen Jahren (13 vielleicht) und die andere hatte ich mal als Produkttest bekommen. Es war immer praktisch schnell mal einen Kaffee damit zu machen und auch Latte Macchiato oder Cappuccino waren möglich. Aber die Kapseln waren teuer und der viele Müll gefiel mir immer weniger.

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Wir testeten stattdessen immer mehr hochwertigere Kaffeesorten und es gab fast nur noch Filterkaffee. Dabei beschäftigte ich mich auch mehr mit den verschiedenen Herstellungsarten. Eigentlich war ich immer der Meinung, dass die Kaffeebohnen hauptsächlich den Geschmack ausmachen. Das ist nicht der Fall. Auch die Zubereitungsart macht einiges aus.

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So landeten wir jetzt bei der Chemex. Eine überteuerte Glaskaraffe, bei der man ganz altmodisch mit der Hand aufgiesst. Ja, ich bin mir dessen durchaus bewußt, aber der Kaffee schmeckt wirklich gut und ich möchte sie nicht mehr hergeben. Die Zubereitung dauert länger. Man muss den Kaffee und das Wasser abmessen, aber die Mühe lohnt sich.

Jeden Morgen gibt es jetzt also eine kleine Zeremonie. Wasser auf etwa 93 Grad erhitzen, Filter in die Chemex einlegen, warmes Wasser durch laufen lassen um das Glas zu erwärmen, ausschütten, Kaffee abmessen, etwas Wasser drauf geben, Kaffee „aufblühen“ lassen, restlichen Wasser dazuschütten, Kaffee durchlaufen lassen.

Womit wir auch schon wieder bei dem kleinen Auszeiten im Alltag wären.

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Da traf es sich natürlich ganz wunderbar, dass Mount Hagen mich fragte, ob wir ihren Kaffee testen möchten. FairTrade und Bio…noch besser.

„Feiner Kaffee, würzig und komplex in den Aromen – allein seine Herstellung ist eine Kunst für sich.“ – heißt es auf der Homepage. Respekt gegenüber der Umwelt, den Kaffeebauern und allen Beteiligten der Produktion ist dem Unternehmen wichtig.

Wir bekamen den Papua Neuguinea Kaffee. Er schmeckt angenehm weich und ist trotzdem sehr würzig und kräftig. Am Ende schmeckt man eine leichte Säure, was ich bei Kaffee eigentlich nicht mag. In diesem Fall war das aber nicht unangenehm und brachte nochmal eine neue Geschmacksnote.

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So sollte der Kaffee am Ende aussehen, glatt und gerade. Statt an den Seiten hochgedrückt, wie in den meisten Maschinen.

Zusätzlich war ein Malzkaffee im Paket. Dafür, muss ich zugeben, hab ich noch keine richtige Verwendung gefunden. Mit Wasser zubereitet schmeckte er mir nicht wirklich gut. Eher etwas nussig bzw. eben nach Getreide. Logisch bei Malz. Etwas süßes oder malziges konnte ich aber nicht heraus schmecken. Habt ihr da eine Idee was ich damit noch machen könnte?

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Jetzt bekommt ihr aber noch ein Rezept für tolle und einfache Frühstücktsbrötchen. Sie sehen normalerweise ein bisschen mehr aus wie eine Mischung aus Brötchen und Ciabatta und schmecken auch so. Diese hier auf den Bildern haben eine etwas härtere Kruste bekommen, weil ich, statt Eis, Wasser benutzt habe.

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Für 8 Brötchen braucht ihr:

500 g Mehl Type 550
100 g Joghurt
230 g Wasser
3 g Trockenhefe
15 g Honig
15 g Butter
10 g Salz
Eiswürfel

Am Vorabend verknetet ihr Mehl, Joghurt, Wasser, Hefe, Honig, Butter und Salz bis ein weicher, nicht klebriger Teig entsteht. Den lasst ihr dann über Nacht (länger ist nicht schlimm, aber mindestens 10 Std) bei Raumtemperatur gehen. Wenn ihr ihn dann verwenden wollt, heizt den Ofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vor. Den Teig könnt ihr mit bemehlten Händen oder auf einer bemehlten Fläche in 8 Teile teilen und müsst ihn dann nochmal 15 min gehen lassen. Auf den Ofenboden (am besten in einer Schüssel) gebt ihr ein paar Eiswürfel. Backt die Brötchen damit 15 min lang. Dann die Ofentüre einen Spalt öffnen und mit Umluft weitere 10 min backen.

In unserem jetzigen Ofen habe ich kein Umluft mehr. Vielleicht lag es auch mit daran. Die Brötchen schmecken aber trotzdem sehr gut.

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Dem ein oder anderen kommt das Rezept vielleicht schon bekannt vor. Die Brötchen habe ich auch mal als Burgerbuns verwendet, bei dem Pulled Pork Burger. Es gibt sie oft zum Frühstück am Wochenende hier, weil sie so einfach zu machen sind. Einfach am Vortag vorbereiten und liegen lassen. Während die Brötchen morgens gehen und backen, kann man sich in Ruhe anziehen und den Frühstückstisch decken. Bei vielen anderen Brötchen Rezepten muss der Teig 2-3 Std gehen. Da müsste man ja schon Stunden vor dem Frühstück aufstehen.

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Ich hoffe ihr habt ein ganz tolles, wunderbares, großartiges 2017!!

Eure Krissi

Wundernüsschen

Da ist der vierte Advent tatsächlich schon vorbei und heute in einer Woche bricht auch schon der letzte Feiertag an. Ging die Adventszeit dieses Jahr nicht besonders schnell rum? Irgendwie kam es mir so vor. Naja immerhin gab es relativ wenig Weihnachtsstress bei uns. Und das ist schön. Mittlerweile seh ich das Ganze aber auch ziemlich gelassen.

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Ihr schafft es nicht 7 Sorten Plätzchen zu backen? Dann macht eben weniger. Selbst wenn es nur eine Sorte wird, hauptsache es schmeckt. Ihr backt sowieso nicht gern? Dann lasst es. Falls ihr trotzdem gern Kekse esst, kauft eben welche. Ihr schafft es nicht alle Verwandten während der Feiertage unter einen Hut zu bekommen? Dann seht ihr eben nicht alle. Das Jahr hat noch viele andere Tage. Ihr seid vielleicht sogar allein über die Feiertage? Dann genießt diese Zeit ganz bewusst. Tante Inge meckert, dass es keine neuen Fotos vom Nachwuchs gibt? Macht zusammen mit ihr welche oder lasst sie reden. Ihr habt keine Idee für ein großartiges Geschenk für die Mama? Fragt ob sie sich etwas wünscht.

Ich könnte noch lange so weiter machen, aber um es auf den Punkt zu bringen: Macht alles womit ihr euch wohl fühlt und entscheidet euch auch mal bewusst gegen etwas, wenn es zu viel Stress macht. Lasst euch nicht unter Druck setzten, weil man irgendetwas eben so macht. Denn oft zerstören wir uns damit selbst eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit. Traditionen können schön sein, aber sie sollen eben auch Spaß machen.

Entschuldigt, ich hör schon auf. Sowas liest man vermutlich eh momentan überall, ob auf den Blogs oder in den Zeitschriften. Aber seltsamerweise scheint das kaum jemand tatsächlich zu machen. Dabei ist es so wahnsinnig schön sich mal zu entspannen und bewusst zu genießen.

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Ok kommen wir zum eigentlichen Thema heute. Eigentlich wollte ich den Text eher in Richtung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ machen. Wie kriegen wir das denn jetzt noch hin? Naja manchmal schieben sich andere Gedanken in den Vordergrund. Aschenbrödel kann ich mir ja für ein andermal aufheben.Auf den Bildern sind ja sowieso Eicheln. Aber es gibt Haselnusskekse, die Wundernüsschen genannt werden.

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Ihr braucht:

2 Eiweiß
75 g Zucker
1 Pck Vanillezucker
2 Tropfen Bittermandelaroma
175 g gemahlene Haselnusskerne
Marmelade

Zuerst schlagt ihr das Eiweiß sehr steif. Danach gebt ihr die beiden Zuckersorten dazu und schlagt die Masse nochmal auf. Jetzt kann das Mandelaroma mit dran und anschließend hebt ihr sehr vorsichtig die Haselnüsse unter.

Ihr könnt jetzt die Masse mit feuchten Händen Formen oder mit Löffeln klecksweise auf das Blech geben. Die Kekse sollten etwa walnussgroß sein. Drückt in die Mitte eine Vertiefung. Ich würde sie etwas größer machen, da es mit mehr Marmelade besser schmeckt. die kommt aber erst nach dem backen hinein.

Backen müsst ihr die Kekse bei 180 Grad für ungefähr 15 Mintuen. Ich habe dann die Marmelade eingefüllt und trocknen lassen. Da könnt ihr jede Sorte nehmen die ihr gerne mögt. Nur große Stückchen sind nicht geeignet.

 

Ich wünsche euch eine schöne restliche Adventszeit und schonmal besinnliche Weihnachten. Habt euch lieb! 🙂

 

Kleine Monde

Der Mond kommt mir momentan tatsächlich immer etwas klein vor, aber sehr schön. Seltsam worauf man manchmal achtet. Aber durch unsere Hund bin ich auch einfach oft draußen und habe Zeit in den Himmel zu gucken.

 

Heute geht es aber um helle Monde, die ihr in jeder Größe machen könnt die ihr wollt. Obwohl sie in klein wohl einfacher zu essen sind.

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Ihr braucht:

350 g Mehl
1/2 TL Backpulver
100 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Ei
200 g kalte Butter

3 Eiweiß
150 g Zucker
50 g gemahlene Haselnusskerne
100 g geraspelte Schokolade
3 Tropfen Bittermandel-Backöl

Mehl und Backpulver in einer Schüssel mischen und in die Mitte eine Vertiefung drücken. Darein gebt ihr Zucker, Vanillezucker und das Ei. Jetzt vermengt ihr die Zutaten mit einem Teil des Mehls zu einem dicken Brei. Das funktioniert gut mit einer Gabel.

Die Butter kommt dann in Stücken auf den Brei und ihr bedeckt alles mit etwas Mehl vom Rand. Dann müsst ihr schnell arbeiten, damit die Butter noch kalt bleibt. Knetet alles zu einem glatten Teig. Wenn er noch klebt, stellt ihn einige Zeit lang kalt.

Anschließend rollt ihr ihn aus und stecht die Monde aus. Oder was euch sonst wo an Motiv gefällt. Ihr könnt sie schon auf ein Backblech legen.

Dann müsst ihr das Eiweiß richtig steif schlagen und alle restlichen Zutaten darunter heben. Als nächstes gebt ihr die Masse mit kleinen Löffeln oder einem Spritzbeutel auf die Kekse.

Jetzt können sie ab in den Backofen, bei 180 grad für ungefähr 10 Minuten.

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Ich gebe zu das Rezept habe ich schon vor längerer Zeit gebacken und fotografiert. Deswegen sind die Bilder nicht sehr einfallsreich, aber dem Geschmack tut das keinen Abruch. Ich fand es interessant das Eiweiß quasi zu füllen. Man könnte vielleicht auch getrocknete Früchte statt der Schokolade dazu geben.

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Falls ihr so etwas ausprobiert, sagt Bescheid! Habt ihr schon viel gebacken? Mit einer Freundin zusammen habe ich schon 3 leckere Sorten gemacht. Mini-Stollen, Gilmore Girls Rocky Road Cookies und Lemon-Curd-Rauten aus der letzten deli.

Eure Krissi

Papet Vaudois

Das Thema Schweiz ist noch nicht ganz durch hier. Einmal nerv ich euch damit jetzt noch.

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Wie ihr ja wisst war ich im Sommer ein wunderbares Wochenende in der Schweiz. Und wir hatten eine sehr liebe Begleiterin, Pauline. Wir wollten natürlich etwas typisches aus der Schweiz mit nach Hause nehmen. Und da es in dem Dörfchen nicht viel gab, ging unser Shopping Ausflug in den dortigen Supermarkt.

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Pauline sagte uns welche Schokosorten sie empfehlen kann (wozu übrigens auch Lindt gehörte) und was sie sonst so typisch für ihr Heimatland fand. Dazu gehörte auch die Kabiswurst, oder auch Saucisse aux choux.

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Als ich mir die Wurst zu Hause genauer ansah, fand ich heraus, dass es sich um eine Kohlwurst handelt. Sie besteht hauptsächlich aus gekochtem Kohl und rohem Schweinefleisch. Kabis heißt auf Schweizer Deutsch Kohl. Das Wort erinnerte mich stark an ein Wort aus dem Plattdeutschen. Bei uns sagte man früher statt Kohl Kappes. In meiner Familie wurde ab und zu noch Platt gesprochen und ich mag es sehr. Mundarten in jeder Art gefallen mir und ich freue mich über solche Ähnlichkeiten immer.

Aber zurück zur Wurst – Pauline sagte uns, dass sie auf jeden Fall gekocht werden muss und gab uns auch ein traditionelles Rezept dafür: Papet Vaudois.

Sie erklärte uns noch das Papet so viel wie gematscht oder Matsche heißt. Worauf wir eben auf Kartoffelstampf schließen. Und Vaudois habe ich gerade nachgeguckt. Das steht wohl für die Waadtländer bzw. das Waadtland, wo das Gericht auch herkommt. Also Waadtländer Gematsche – frei übersetzt. Gefällt mir sehr, den Waadtländern vielleicht weniger.

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Ok, genug über sprachliche Eigenarten, kommen wir lieber zum Rezept. Da ich mir Paulines Erklärung nicht mit allen Einzelheiten merken konnte, schrieb ich mir nur den Namen auf und suchte nachher nach Rezepten. Auf dem Etikett der Wurst stand auch eines drauf. Wie das so bei Hausmannskost ist – es gibt nicht DAS eine Rezept. Ich habe dann aus etwa 3 Rezepten meine eigene Version zusammen gewurschtelt.

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Ihr braucht für etwa 4 Portionen:

1-2 Kabiswürste (Saucisses aux choux)
800 g Lauch
500 g Kartoffeln
1 Zwiebel
1 EL Butter
200 ml Weißwein
300 ml Brühe
1 Knoblauchzehe
Lorbeerblatt
100 ml Rahm oder Schmand
1 EL Essig
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
Petersilie

Die Würste müsst ihr einstechen, damit sie nicht platzen. Dann lasst ihr sie in köchelndem Wasser für etwa 40 min ziehen.

Für das Papet müsst ihr den Lauch in etwa 3 cm große Stücke schneiden und die Zwiebeln würfeln. Beides wird jetzt zusammen mit der Knoblauchzehe in der Butter angedünstet und dann mit Weißwein und Brühe abgelöscht. In der Zwischenzeit könnt ihr die Kartoffeln würfeln. Sie werden dann mit dem Lorbeerblatt zu Lauch und Zwiebeln gegeben um sie gar zu kochen.

Nach etwa 20 min sollte die Flüssigkeit größtenteils eingekocht sein. Gebt jetzt etwas Rahm dazu und würzt mit Essig, Salz, Pfeffer und Muskatnuss.

Wenn der Rahm auch einigermaßen eingekocht ist, könnt ihr den Stampf auf Teller verteilen und die aufgeschnittene Wurst darauf verteilen. Mit Petersilie garnieren und servieren.

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Das Rezept passt ganz toll in den Herbst oder Winter. Es geht in die Richtung eines Eintopfs und ist genau das richtige für einen gemütlichen Abend.

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Es erinnert mich auch an ein Rezept was meine Mutter manchmal gemacht hat. Für mich also auch noch ein Stück Kindheit und Erinnerungen. Sie hat entweder Mettwurst oder Fleischwurst dafür benutzt und es gab eine Art Tomatensauce dazu.

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Ich denke ihr könnt hier auch andere Wurst benutzen, aber natürlich ist die Kabiswurst einzigartig. Also wenn ihr die bekommen könnt, nehmt sie! Ist hier wahrscheinlich eher selten, aber vielleicht habt ihr ja mal Glück.

Auf den Bildern seht ihr gut wie ungewöhnlich die Struktur der Wurst ist. Viel gröber als man es von einer Mettwurst oder ähnlichem kennt. Sie besteht sogar zu 40% aus Kohl.

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Bei den Regengüssen draußen hätte ich jetzt liebend gern einen Teller davon. Vielleicht koche ich es demnächst nochmal mit einer kraftigen Mettwurst dazu. An die Kabiswurst komme ich so schnell wohl erstmal nicht.

Eure Krissi

Pumpkin in the Apple

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Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich mag den Herbst ganz besonders. Es wird nur langsam kalt und die Sonne hat noch Kraft. Die Luft wird schwer und irgendwie stellt sich ganz automatisch eine gewisse Gemütlichkeit ein. Die Natur verändert sich, alles wird schön bunt. Leckere Früchte und tolles Obst werden reif zum Ernten.

Da gehört vor allem der Kürbis dazu. Und passend für die Zeit hat sich Tina von Lecker & Co. ein tolles Event einfallen lassen.

 

Eigentlich wollte ich ein Sandwich für den Beitrag machen. Schön mit Käse und eingemachtem Kürbis, schwerem Braten. Aber irgendwie kam ich da nicht so richtig in Gang. Ich wollte etwas innovativeres.

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Beim Kürbisrezepte anschauen fiel mir auf, dass es auch oft Getränke mit Kürbis gibt. Das bekannteste hat wohl die große Kaffeekette geprägt. Aber alle waren mit Milch oder so etwas in der Richtung. Bei dem warmen Wetter, das bis vor ein paar Tagen noch herrschte, passte das aber nicht so richtig. Also warum nicht ein Kürbis-Cocktail?

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Da ist er – der Pumpkin in the Apple!

Und ja, er schmeckt tatsächlich wirklich gut. Ich trinke grade noch die Shooting-Reste. Und morgen werden wir ihn wohl beim Grillen den Freunden servieren.

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Ich habe zuerst Kürbis eingekocht und abschließend einen Teil davon püriert. Die restlichen Gläser warten noch auf ihren Einsatz. Ihr könnt die Menge natürlich auch runter rechnen und nur so viel zubereiten, wie ihr benötigt.

Das Rezept habe ich etwas abgewandelt, aber es stammt noch aus der allerersten deli. Ich mag die Zeitschrift immer noch sehr.

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Eingelegter Kürbis

Für 3 Gläser á 500 ml braucht ihr:

1 kg Hokkaidokürbis
150 ml Essig
250 ml Wasser
400 g Zucker
1 Tl Salz
2 El Zitronensaft
1 Tl gemahlener Ingwer (frischer geht auch)
2 Zimtstangen
1 Tl Kurkuma

Schneidet den Kürbis in grobe Würfel und entsorgt die Kerne. Ich habe die Menge erst danach abgewogen.

Dann gebt ihr Essig, Wasser, Zucker, Salz, Zitronensaft, Ingwer, Zimt und Kurkuma in einen Topf und kocht alles für etwa 10 min. Wenn der Zucker sich aufgelöst hat, gebt ihr den Kürbis dazu. Jetzt kocht ihr die Stücke wieder für 10 min bei mittlerer Hitze bis sie einigermaßen gar sind.

Füllt die Kürbisstücke anschließend in saubere Gläser und füllt mit dem kochend heißen Sud auf. Sofort verschließen und auf den Kopf stellen.

So soll sich der Kürbis etwa 4 Monate halten. Ich werde demnächst versuchen ihn noch einzukochen um die Haltbarkeit zu verlängern.

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Wenn ihr ihn direkt für den Cocktail verwenden wollt, müsst ihr ihn natürlich nicht in Gläser füllen. Er schmeckt übrigens auch toll zu Käse oder auf einem leckeren Sandwich.

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Für den Pumpkin in the Apple braucht ihr:

2 Teile eingelegter Kürbis (püriert)
1 Teil trüber Apfelsaft
1 Teil Tonic (zB. Voelkel BioZisch Tonic)
nach Belieben einen Schuss dunklen Rum

Der eingelegte Kürbis wird püriert und einfach mit Apfelsaft und Tonic vermischt. Wenn euch die Kürbisstücke stören, könnt ihr alles auch noch durch ein Sieb oder einen Filter streichen. Ich fand die kleinen Stücke aber nicht störend.

Der Cocktail schmeckt mit einem guten Tonic auch so schon sehr gut, aber um der Süße noch etwas entgegen zu setzten, habe ich noch einen guten Schuss dunklen Rum aus Barbados hinzugemischt. Das schmeckt wirklich sehr fein.

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Und jetzt wo es grade so kalt wird, frage ich mich ob der Cocktail wohl auch warm schmeckt.

Eure Krissi

 

Alles Tip Top in L´Etivaz

Letztes Jahr habe ich ja, für mich völlig unerwartet, den Wettbewerb bei Björn von Herzfutter gewonnen. Dieses Jahr Mitte Juni ging es dann mit Björn, Petra von Hol(l)a die Kochfee und Tina von Lecker & Co. tatsächlich für ein wunderbares Wochenende in die Schweiz. Erwartet hatten wir wohl alle Bergromantik mit wunderbarem warmen Wetter zu dieser Jahreszeit. Und das hatten wir auch, sieht man von den heftigen Regenschauern zwischendurch ab. Die gingen aber zum Glück immer nur einige Minuten und kamen uns bei unserem Programm kaum in die Quere.

Bevor es los ging in die Berge, hatte ich noch eine kleine Tour durch Genf mit Barbara und Katrin, die das Gewinnspiel und die Reise organisiert haben. Mein Flug ging nämlich etwas früher, als von den anderen und die beiden waren so lieb auch so früh aufzustehen um mir schon Gesellschaft zu leisten.

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Als wir in L´Etivaz ankamen durften wir uns das große Käselager ansehen. Der Keller wurde nach und nach immer mehr erweitert und lagert den Käse aller 130 Bauern der Umgebung. Dabei handelt es sich am Ende um ungefähr 35.000 Käselaibe.

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Die Bauern liefern etwa alle drei Tage ihren Käse in den Keller zur Lagerung. Auf dem oberen Bild seht ihr anhand der Farbe den unterschiedlichen Reifegrad.

Hier werden die Leibe jeden Tag gewendet und mit Salzlake eingerieben. Da es aber viel zu viel Käse ist, übernimmt das ein spezieller Roboter. Im Oktober wird der Käse dann geprüft, bewertet und gekennzeichnet. Im Höchstfall kann er 20 Punkte bekommen. Nach dieser Bewertung bekommen die Bauern ihr Geld. Das bedeutet, sie arbeiten ab Mai auf ihrer Alm und bekommen ihren gesamten Lohn dafür erst im Oktober.

Nach der Besichtigung durften wir bei strahlendem Sonnenschein den L´Etivaz AOP zum ersten Mal probieren. Wir bekamen drei verschiedene Jahrgänge und zwei andere Käsesorten, darunter den Weichkäse Tommes Fleurette aus Rougemont.

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Je älter der L´Etivaz desto kräftiger wird der Geschmack. Die Röllchen sind am ältesten (ich glaube von 2011 in diesem Fall) und werden in dem Stadium Hobelkäse genannt. Die weißen Flecken darauf sind Salzkristalle. Er ist relativ trocken und erinnert eher an Parmesan, nur viel würziger. Ich mochte die jüngeren Sorten, die trotzdem schon sehr würzig sind, lieber.

Abends gingen wir noch essen, während es sich draußen etwas einregnete und dann ging es erstmal ins Bett.

Der nächste Morgen zeigte sich wieder freundlich für den Besuch bei der ersten Alpkäserei. Alexis und Thérèse Morier zeigten uns wie sie ihren Käse herstellen.

Zuerst lernten wir die Kühe und Kälber kennen, die noch im Stall standen. Sie dürfen jeden Tag auf die Almwiesen und die frischen Kräuter essen, die dort wachsen. Die Kräuter und Wildblumen haben einen großen Einfluss auf den Geschmack der Milch und somit auch auf den Käse.

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Die frische Milch wird jeden Morgen in einem großen Kupferkessel über Holzfeuer gekocht bis sie 32° C warm ist. Durch das Feuer schmeckt der Käse später ein wenig rauchig.

Anschließend wird das Lab, oder wie Alexis sagte „Magique Pulver“, hinzugefügt. Eigentlich ist das ein natürliches Enzym aus dem Labmagen von Kälbern. Da echtes Lab aber zu unsicher ist, wird hier das Pulver oder auch Tabletten verwendet. Es sorgt dafür, dass die Milch gerinnt. Währenddessen konnten wir uns noch ein wenig in der Umgebung umsehen.

Alexis und Thérèse sind ein sehr herzliches Paar, denen man die Liebe an ihrer Arbeit wirklich ansah. Sie zeigten uns mit so einer Freude was sie jeden Tag schafften, dass man es einfach toll finden musste.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde rief Alexis uns rein. Wir hatten zu lange getrödelt und er hatte bereits begonnen mit der Käseharfe die Masse von geronnener Milch zu zerteilen. Seine Frau Thérèse schob nach kurzer Zeit die entstandenen Stücke mit einer Schaufel in die Mitte des Kessels. Das durften wir dann alle mal ausprobieren.

Durch das Zerschneiden der Masse kann man die Trennung von Käse und Molke genauer erkennen.

Sobald die Stücke die Größe von Reiskörnern haben wird alles nochmal erhitzt. Diesmal auf 56 Grad, was wieder so 40 min dauert.

Hier kommt das erste und letzte Mal ein elektrisches Hilfsmittel zum Einsatz: ein Motor zum umrühren. Die Masse muss während dem Erhitzen nämlich ständig gerührt werden.

Während der Käse also endgültig von der Molke getrennt wird zeigt uns Alexis die Käseleibe vom vorherigen Tag. Sie sind sehr gut eingepackt um keinem Zug ausgesetzt zu sein. Im Idealfall sind sie beim auspacken am nächsten Tag noch warm.

Die Zahlen auf dem Laib zeigen eindeutig wo der Käse herkommt und wie viele auf diesem Hof schon  hergestellt wurden. Seht ihr wie weich der Käse noch ist?

Dann dürfen die Laibe in den „geheimen“ Keller. Hier wird die Herstellung der letzten Tage gelagert. Sie müssen jeden Tag gewendet und mit Salzlake eingerieben werden. Alexis erzählt uns, dass der L`Etivaz selbst entscheidet wieviel Salz er braucht. Irgendwann nimmt er einfach nichts mehr auf, egal wie oft man noch einreibt.

Wir vertreiben uns die Wartezeit noch ein bisschen mit den Tieren auf dem Hof und haben ein Frühstück bekommen.

Das großartigste Frühstück überhaupt. Tolle Aussicht, selbstgemachter  Käse, frischer Rahm, leckerer Zimttee, sehr gute Salami. Ich glaube dieses Morgenessen ist uns allen in ganz besonderer Erinnerung geblieben. Und ich hätte gerne immer einen Topf mit frischem Rahm im Kühlschrank.

Das Thérèse und Alexis ein eingespieltes Team sind durften wir danach eindrucksvoll beobachten. Die Formen kommen auf Holzbretter und um sie zu desinfizieren kommt etwas heiße Molke darauf. Die Käsekörner werden mit einem Tuch vom Boden des Kessels geholt.

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Mit dem Tuch zusammen kommen sie dann in die Laibform. Oben drauf packt man noch ein Holzbrett und es wird für 24 Stunden gepresst. In dieser Zeit muss der Käse 5 mal gewendet werden.

Nachdem wir uns von den beiden und ihren Kühen verabschiedet hatten ging es zur Kräuterkunde.

Pascale Fesquet empfing uns auf einer Almwiese und zeigte uns viele Kräuter.

Leider hatten wir ein paar Probleme aufgrund der Sprachbarriere. Wir haben uns mit deutsch, englisch und französisch irgendwie helfen können. Der Rest ließ sich durch ein paar Recherchen im Nachhinein heraus finden.

Ihr seht hier Natternkopf, Pimpinelle, Spitzwegerich, Kümmel, Schafgarbe, Oregano, Hufeisenklee und Labkraut. Spitz- und Breitwegerich helfen übrigens bei Mückenstichen und ähnlichem. Einmal kurz zerkauen und auf den Stich geben. Es zieht die Entzündung heraus und wächst zum Glück überall.

Aus den gesammelten Kräutern und Blüten haben wir dann Vorspeisen gemacht.

 

Die Blüten wurden mit Olivenöl zu einem aromatischen Pesto. Wirklich sehr lecker!

Schafgarbe und Pimpinelle wurden mit Ziegenfrischkäse und Sahne vermischt und auf Gurkenscheiben gestrichen. Die Blätter der Pimpinelle schmecken übrigens ebenfalls nach Gurke.

Nach dieser tollen Vorspeise gab es für uns noch ein echtes Käsefondue.

Danach besuchten wir noch zwei andere Käsehersteller. Zuerst die nette Familie unserer Begleiterin Pauline. Es fing furchtbar an zu hageln, aber sie begrüßten uns sehr nett mit dem Alphorn, warmem Tee und natürlich Käse.

Anschließend lernten wir diesen lieben Hund samt Besitzer kennen. Sie hatten einen größeren Hof (ich glaube sogar 3) und 90 Kühe. Der Kessel hier war viel größer und es können bis zu 5 Käselaibe jeden Tag hergestellt werden.

Und es gab auch wieder was zu essen, Kuchen mit frischem Rahm. Rahm passt anscheinend zu allem.

Abends ging es dann wieder in ein Restaurant. Dort kam eine Gruppe Trycheler vorbei. Trycheln bedeutet so etwas wie „die Glocken schellen“. Das ist ein Brauchtum bei dem Männer und Frauen die großen Kuhglocken herum tragen und rhythmisch erklingen lassen.

Am Sonntag machten wir eine Führung durch Rougemont und sahen uns die Häuser und die Kirche an. Hier wohnten einige bekannte Scherenschnittkünstler. Deshalb ist auch das L´Etivaz Logo wie ein Scherenschnitt angelegt.

Die meiste Zeit bei dem Rundgang hat es leider geregnet. Und so fiel uns der Abschied und die Fahrt zum Flughafen nicht ganz so schwer. Ich brachte die anderen quasi noch zum Flugzeug und verbrachte dann noch etwas Zeit allein dort, weil mein Flug später ging. Das war eigentlich ganz lustig und ich hatte einen schönen Flug bei Sonnenuntergang.

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Mitgenommen habe ich natürlich auch was. So viel wie eben ins Handgepäck passte.

Süßes aus dem Supermarkt und vom Flughafen und herzhaftes direkt von den Höfen.

So, das war mein Bericht über die Herstellung von Schweizer Käse. Herzlichen Glückwunsch, dass ihr bis hier her durchgehalten habt. Ich weiß er war sehr lang und es sind wirklich viele Bilder, aber ich hoffe ihr fandet es so interessant wie ich.

Mir hat die Reise sehr viel Spaß gemacht und ich fand es wirklich faszinierend. Ich freue mich, dass ich mit fahren durfte und so nette Leute kennen lernen durfte.

Vielen Dank dafür an Schweizer Käse.

Der Burger ist grade sogar Rezept des Monats.

Hoch hinaus

…will der kleine Marlon sicher auch mal. Das wird allerdings noch eine ganze Weile dauern. Bisher ist er nämlich erst ungefähr 12 Wochen alt und träumt vielleicht eher von großen Abenteuern.

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Die erstmal letzte Babytorte hier auf dem Blog. Mal gucken wann ich nochmal eine machen kann. Inhalt ist hier auch Schokolade und Marmelade mit weißer Ganache. Genau wie bei dem Törtchen für Jonas.

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Hier war schnell klar, dass die Torte irgendwas mit Weltraum und Sternen und sowas zu tun haben müsste. Die werdenden Eltern hatten nämlich einen passenden Spitznamen für ihr ungeborenes Kind. Irgendwie muss man das kleine neue Leben ja auch benennen, nicht wahr?

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Die Punkte in der blauen Oberfläche sollten so etwas wie Asteroiden oder ähnliches darstellen. Irgendwas was da eben so rumfliegt. Und ehrlicherweise sind es einfach harte Fondantstücke, die ich mit ausgerollt habe. Mit dunkelblauer und silberner Lebensmittelfarbe hab ich dann noch Details und Schatten auf das Törtchen gemalt.

Die Sterne sind aus gelbem Fondant ausgestochen und mit goldener Farbe bemalt. Mit der hab ich auch den Namen freihändig draufgepinselt.

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Das Baby kommt natürlich wieder aus der Silikonform. Die Windel passe ich immer einfach an den Popo an, schneide Reste direkt weg und drücke die Ränder an. Das geht für mich am einfachsten.
Die Sterne hier musste ich auch ausschneiden, da ich nicht so kleine Ausstecher habe.
Für die Rüschen muss man einfach etwas blauen Fondant ganz dünn ausrollen und mit dem Ball-Tool an einer Seite bearbeiten. Das wellt sich dann von ganz alleine.

Die goldene und silberne Lebensmittelfarbe habe ich als Pulver. Sie ist sehr ergiebig und man mischt sie einfach mit einem Tropfen klaren Alkohol. Wasser würde das Fondant auflösen.

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Marlon heißt im keltischen übrigens kleiner Falke und bedeutet bei den alten Römern „dem Kriegsgott Mars geweiht“. Er wurde traditionell Jungen gegeben, die im März geboren wurden. Ich glaube nicht, dass die Eltern das wussten, aber dieser kleine Marlon wurde tatsächlich im März geboren. Sein Name ist also stark und mutig und ich denke das wird ganz gut zu ihm passen.

Eure Krissi

 

 

 

Der Wal und das Täubchen

Noch ein Baby! Und eine Torte.

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Und wieso jetzt ein dicker Wal und eine gemeine Taube? Da sind doch Blümchen.

Der Titel kommt diesmal vom Namen des Kindes. Der kleine Junge heißt nämlich Jonas.

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Und die hebräische Form davon bedeutet „Taube“, im griechischen „Zeichen“. Früher glaubte man in Griechenland, dass Vögel Zeichen der Götter waren. Menschen die den Namen Jonas tragen sollen sehr friedfertige Menschen sein. Momentan hält er die liebe Mama noch ziemlich auf Trab, aber hoffen wir mal, dass er ein sehr lieber Junge wird.

Und der Wal? Eien biblische Geschichte von Jonas und dem Wal. Als Kind war das meine Lieblingsbibelgeschichte. Ich weiß gar nicht genau warum. Irgendwie fand ich es faszinierend, dass er im Bauch überleben kann.

Für alle, denen die Geschichte unbekannt ist fasse ich mal kurz zusammen worum es geht. Dann lernen wir hier direkt alle nochmal was. Ich hab den genauen Inhalt nämlich auch schon lange vergessen.

 Jona (meist Jonas genannt) erhält von Gott den Auftrag, den Bewohnern der Stadt Ninive aufgrund ihrer Boshaftigkeit die Zerstörung der Stadt anzudrohen. Jona geht stattdessen aber zu einem Hafen, weil er denkt die Bewohner verdienen die Strafe, und flieht in einem Schiff nach Spanien. Gott entfacht deshalb einen gewaltigen Sturm, durch den das Schiff in Seenot gerät. Jona bekennt sich des Zorns Gottes schuldig und schlägt vor, sich ins Meer werfen zu lassen. Die Seemänner versuchen noch an Land zu kommen, da das aber nicht klappt, opfern sie Jona doch. Der Sturm hört augenblicklich auf. Jona betet für seine Rettung und wird von einem großen Wal verschlungen. In dessen Bauch betet er weiter und wird nach drei Tagen und drei Nächten wieder an Land ausgespien. Er ergreift seine zweite Chance und verkündet Ninive ihr Schicksal. Diese Ankündigung lässt die Bewohner büßen und Gott begnadigt sie. Jona ist zornig darüber, weil er angeblich wusste, dass Gott die Stadt verschonen würde und nur deshalb geflohen ist. Er setzte sich unter eine schattige Pflanze und war beleidigt. Aber Gott ließ die Pflanze verdorren und fragte ihn ob er traurig darüber sei. Er erklärte ihm das er selbst noch viel trauriger gewesen wäre, wenn er all die Menschen zerstört hätte. Erst da verstand Jona und freute sich darüber die Stadt gerettet zu haben.

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So wer noch nicht eingeschlafen ist, darf noch mal Torte gucken. Verzeiht mir den Exkurs. Ich bin wirklich nicht gläubig, aber manche Teile sind schon interessant. Eigentlich wollte ich das ja auch nur schreiben, weil ich die Geschichte früher gut fand.

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Und irgendwas muss ich euch ja hier auch erzählen. Denn über das Törtchen selbst gibt es nicht viel zu schreiben. Der Name ist handgeschrieben mit Lebensmittelfarben und die Blümchen mit kleinen Ausstechern entstanden. die Blütenblätter hab ich ein bisschen hochgebogen und trocknen lassen, damit sie plastischer aussehen.

Unterm Fondant befindet sich Schokokuchen mit dem Superman-Rezept und weißer Ganache. Statt Kirschen ist aber diesmal Holunderblüten-Marmelade dazwischen. Schöne Kombination.

Dieses Baby ist übrigens noch keine zwei Jahre alt, sondern erst wenige Wochen.

Eure Krissi