Und nicht bummeln!!

Wenn euch Alraunen, Zeitumkehrer, Todesser und Treiber nicht unbekannt sind, seid ihr hier genau richtig. Ich glaube ja immer noch das mein Brief einfach verloren gegangen ist. Orientierungslose Eule oder so. Arme Eule, ich hoffe ihr geht es gut. Aber mein Brief hätte sie wirklich vorbeibringen können.

Alle, die jetzt „Ja, ja, ja!!“ denken, dürfen weiterlesen. Alle anderen wird dieser Artikel kaum interessieren.

Wir waren letzten Freitag nämlich in der Harry Potter Ausstellung in Köln im Odysseum. Eigentlich war direkt als ich davon erfahren hatte klar, dass ich da hin will. Dann hab ich den Eintrittspreis gesehen und war mir doch etwas unsicher. Ganz schön happig. Naja zur Eröffnung hätte ich es eh nicht geschafft. Also konnte ich noch ein paar Berichte darüber lesen. Einige waren enttäuscht. Die Ausstellung sei zu klein, etc. Bei genauerem lesen fiel mir allerdings auf, dass alle Enttäuschten die Ausstellungen in London oder den USA besucht hatten. Die wären viel größer. Ok, den Vergleich hab ich ja nicht. Und viele andere waren begeistert. Also entschied ich mich doch dazu den Preis zu bezahlen.

Mitgenommen habe ich natürlich Mr N. Der ist aber eigentlich nur mir zuliebe mitgekommen. Vorteil für euch: Er konnte ganz ganz viele wunderbare Fotos von der Ausstellung machen, während ich in Ruhe alles drei mal angucken konnte. Und davon darf ich euch jetzt ein paar zeigen. Ich glaube er war auch ganz froh darüber, nicht die ganze Zeit von mir Sätze wie „Guck mal da, der Heuler, den Ron von seiner Mutter bekam.“, „Oh, daaa die Katzenteller von der blöden Umbridge.“, „Alraunen! Alraunen!! Ich darf sie anfassen!!!“ zu hören. Den die hätten lange Erklärungen mit sich gebracht. So stiefelte ich einfach durch die Ausstellung und stand mit großen Augen vor den Ausstellungsstücken.

Bevor man in die Ausstellung kommt, kann man sich noch einen Audioguide leihen. Darauf haben wir aber verzichtet. Dann kommt man an einem Green-Screen vorbei. Dort kann man Fotos machen mit Zauberstäben und dann wird im Hintergrund Hogwarts oder etwas anderes zum Thema eingebaut. Nunja, auch das haben wir nicht gemacht. Wir sind direkt weiter gegangen und haben uns in der Schlange angestellt. Dort mussten wir einige Minuten warten bis die Gruppe vor uns mit der Pre-Show fertig war.

Bei der Pre-Show kommt man zuerst in einen kleinen Raum. Dort hängen Fahnen der Häuser und ein altes Fenster mit einem Hocker ist dort aufgebaut. Dort steht eine Dame in Umhang mit dem sprechenden Hut. Einige Leute in der Gruppe dürfen ihn aufsetzen und werden ein paar Sachen gefragt. Natürlich landen sie dann in dem Haus in, das sie wollten. Wir hatten zwei Mal Gryffindor und tatsächlich einmal Slytherin. Das vierte war glaube ich Ravenclaw, aber sicher bin ich mir nicht mehr.

Dann kommt man in einen weiteren Raum mit einigen Bildschirmen. Dort werden verschiedene Szenen aus den Filmen gezeigt. Ich war überrascht, dass diese insgesamt eher düster gehalten wurden. Also eher die gruseligen Szenen gezeigt wurden. Ich fand das passte sehr gut. Am Ende dieser Szenen sieht man den Hogwartsexpress und die Pfeife ertönt.

Hinter der Gruppe öffnet sich dann die Wand. Ich stand dann direkt vor dem Zug. Großartig! Dann wird man auch schon von einem Vertrauensschüler abgeholt und in die eigentliche Ausstellung geführt. Bei uns war das ein junger Mann im Umhang mit Laterne in der Hand. Er war grandios. Nach seiner Begrüßung sagte er wir sollen ihm folgen, drehte er sich um und rief laut „Und nicht bummeln!“ Es klang exakt wie im Film.

Leider hatten wir da die Kamera noch nicht raus geholt. Also kein Foto vom Zug. Wo ich das alles jetzt schreibe, fällt mir auch auf, dass die Abfolge ja eigentlich nicht ganz richtig ist. Man wird als Erstklässler begrüßt, dann ist man am Zug und der Vertrauenschüler kommt. Wo ist Hagrid mit den Booten? Und der Vertrauenschüler führt doch durchs Schloß. Äh ja, unwichtig.

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Na, wer ist das? Ja, die fette Dame (zumindest die aus dem dritten Film), als bewegtes Portrait. Sie versucht die ganze Zeit das Glas zu zersingen. Das wird leider ein bisschen nervig, da sie sehr laut und hoch schreit. Dennoch ein beeindruckender Empfang. Leider war nur ein weiteres Bild animiert, aber das wäre vielleicht auch etwas aufwändig gewesen.

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Harrys Brille und einer von seinen Einschulungsbriefen. Hm…ich könnte den Namen ja….

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Hermines Vitrine zeigt ihren Zeitumkehrer, den wunderbaren Beutel in den alles hinein passt und noch einiges mehr. Besonders toll fand ich die Liste von Dumbledore´s Armee.

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„Ich soll keine Lügen erzählen“ Einige von euch werden sich jetzt vermutlich mit schmerzverzerrtem Gesicht über den Handrücken streicheln, nicht wahr?

Wusstet ihr übrigens, dass dolor das lateinische Wort für Schmerz ist? Da bekommt der Name Dolores doch gleich einen noch schlechteren Beigeschmack. Eine gute Wahl Mrs Rowling.

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Der glanzvollste aller Lehrer für die Verteidigung gegen die dunklen Künste. Gilderoy Lockhardts Bereich in der Ausstellung ist ebenso selbstherrlich gestaltet wie er ist. Man sieht siene Bücher und einige Bilder von ihm während seiner Abenteuer und natürlich auch ein Teil seiner Outfits.

Ich zeige euch hier absichtlich nur Detailaufnahmen. Den ich möchte euch keinesfalls den Spaß an der Ausstellung nehmen. Wie langweilig wäre es, wenn ihr hier schon alles gesehen hättet? Dabei sind die Stücke in echt noch viel beeindruckender.

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Erinnert ihr euch noch an diesen Kameraden? Ich muss zugeben, ich konnte ihn nicht sofort einordnen. Er kommt in der Unterrichtsstunde vor in der Lupin der Klasse den Irrwicht zeigt. Dieser Jack-in-the-Box taucht auf bevor Harry dran ist. Er verwandelt sich dann in einen Dementor. In diesem VIDEO seht ihr die Szene noch mal (schaut ab 3:40). In der Ausstellung ist er übrigens genauso riesig wie im Film.

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Das hier ist aus Nevilles Vitrine. Daneben befindet sich Professor Sprouts Umhang und ein Nachbau aus dem Gewächshaus.

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Mit kreischenden Alraunen, die man aus ihrem Topf ziehen darf! Natürlich nur die Babys…versteht sich von selbst, nicht wahr?

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Alraunen können für viele Zaubertränke benutzt werden, wenn sie ausgewachsen sind. Vielleicht befindet sich ja auch ein Teil davon in diesen Flaschen von Professor Slughorn. Wusstet ihr eigentlich wie schön sein Zauberstab ist?

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Quidditch-Uniformen und alles an Zubehör gab es auch. Man durfte sogar selbst versuchen ein Tor zu werfen. Leider ohne fliegen. Das hab ich dann mal ausgelassen. Im Film sieht man gar nicht wirklich wie die Flügel des Schnatzes beschaffen sind. Sie sind ja immer in Bewegung oder eingeklappt.

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Der hübsche Seidenschnabel…und direkt daneben der Henker und das große Beil, nunja.

Danach kommt ihr direkt in Hagrids Hütte. Ein weiteres Highlight für mich. Sehr schön gemacht. Es brodelt sogar etwas im Topf über dem Kaminfeuer. Und in seinem Sessel dürft ihr auch sitzen. Die Fotos sind leider nciht so toll geworden, deswegen behalte ich sie für mich.

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Hier habt ihr einen Verwandten von Aragog. Ich hoffe ihr habt nicht dieselbe Phobie wie Ron, denn dieser Vertreter ist auch ziemlich groß.

Übrigens sind die Exponate alle sortiert und nach Themen ausgestellt. An diesem Foto seht ihr auch, dass die Lichtstimmung überall anders ist. Wir befinden uns gerade im verbotenen Wald, also ist es hier recht düster und es gibt eher nachtblaues Licht. Auch die Geräusche wurden immer angepasst. So fühlt man sich etwas mehr in die Filme versetzt.

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Dieser grimmige Hauself war natürlich nicht der einzige. Kreacher stand hier vor einem blitzenden Fenster und trotzte dem Gewitter. Neben ihm seht ihr Gefangenenkleidung aus Azkaban.

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Das Schwert von Godric Gryffindor findet ihr ganz allein in einem Schaukasten. Ein beeindruckendes Stück.

Ich war bei allen Sachen besonders fasziniert von den Details. Einige Besonderheiten nimmt man im Film gar nicht wahr. Deswegen habe ich mir viele Stücke relativ lange angesehen. Manchmal bin ich auch noch einmal zurück gegangen. Aber das lag daran, dass ich immer lieber dort hin gegangen bin, wo gerade keine Menschen standen. So hab ich auch niemanden gestört, wenn ich mir jede Kleinigkeit eines Rings angeschaut habe.

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Zeitungen und Plakate auf denen Todesser gesucht werden findet man in der ganzen Ausstellung. Sie sind unter uns.

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Erinnert ihr euch noch an dieses schöne Stück? Der arme Ron! Aber da muss er wohl durch. Übrigens ein sehr aufwändig gearbeiteter Umhang. Er hätte wirklich dankbarer sein können. Der war sicher mal sehr teuer.

Im Hintergrund seht ihr noch ein wenig die Geschenktüten des Weihnachtsballes. Sind euch die im Film je aufgefallen? Richtig toll!

Nach diesem Raum folge noch der Ausstellungsshop. Die Sachen dort sind so teuer wie erwartet. Sind eben die originalen Merchandise-Produkte. Der Shop ist übrigens auch sehr durcheinander und eigentlich fühlt man sich wie in der Winkelgasse. Selbst die Zauberstäbe sind wie bei Ollivanders aufgebaut. Eigentlich wollte ich nur eine Kleinigkeit mitnehmen. Ich wollte so gerne einen Schokofrosch, aber bei einem Preis von 5 € habe ich mich mir das doch noch mal überlegt. Durch gutes zureden vom Mister hab ich mich dann doch zu einem etwas größeren Stück hinreißen lassen. Ich besitze jetzt eine hübsche Sammlung alles Hausanstecknadeln inklusive der für Hogwarts selbst.

Und lohnt sich die Ausstellung für euch?
Also ich denke, wenn ihr Harry-Potter-Fans seid und keine der Ausstellungen im Ausland gesehen habt, auf jeden Fall! Geht hin! Klar, es ist teuer, aber für mich hat es sich absolut gelohnt! Und wer weiß ob ihr hier in Deutschland noch einmal die Chance dazu bekommt!?

Ich habe alle Bücher mehrmals gelesen, vorallem die ersten drei. Diese drei hatte ich zuerst in unserer Bücherei entdeckt, kaufte sie mir aber relativ schnell danach selbst. Ab dem vierten Buch war ich immer am deutschen Release-Tag in einer Buchhandlung. Morgens um 5 oder 6. Das ich Fan bin brauche ich nicht noch einmal extra zu erwähnen, oder?

Und wenn ihr euch jetzt trotzdem noch fragt, wie ich in meinem Alter noch so ein begeisterter Harry-Potter-Fan sein kann, möchte ich gerne einen anderen Fan (dessen Zitat leider Alan Rickman, dem Darsteller des Lehrers Snape zugeschrieben wird), zitieren:

When I’m 80 years old and sitting in my rocking chair, I’ll be reading Harry Potter. And my family will say to me, “After all this time?” And I will say, “Always.

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Gelesen – Beziehungsstatus: verliebt in facebook

Beziehungsstatus Verliebt in Facebook

Also dieses Jahr habe ich es nicht alzu oft geschafft ich in die Welt der Bücher zu verdrücken, aber so ganz ohne gehts auch nicht. Dieses Buch von Juliane Ungänz habe ich ja vor einigen Monaten gewonnen. Ich konnte es, trotz der wenigen Zeit, relativ schnell durchlesen. Die Kapitel sind recht kurz und man kann auch mal eben schnell einige Zeilen oder Seiten lesen. Das war sehr praktisch für mich.

Ich kann das Buch auch empfehlen. Es hat mir Spaß gemacht und war sehr unterhaltsam. Trotz dem Drang der Autorin viele Fremwörter zu benutzen und auch zu erfinden, hat das Buch nicht den Anspruch ein tiefgreifendes und bedeutendes Werk zu sein. Es tut quasi so. Das heißt allerdings nicht, dass die liebe Juliane nicht recherchiert hat. Sie glänzt in einigen Abschnitten auch mit hervorragendem Fachwissen und Analysen. Wenn ihr also leichte Unterhaltung sucht und eine Affinität zu neuen und alten Fremdwörtern habt, ist das Buch genau das richtige für euch.

Insgesamt konnte ich mich nicht so ganz in die Personen rein versetzen, weil mein Leben nicht komplett auf Facebook abläuft. Ich chatte dort kaum und geflirtet hab ich darüber schon mal gar nicht. Auch bin ich nur in nützlichen Gruppen und nehme das Ganze an sich nicht wirklich ernst. Und das obwohl ich schon seit 10 Jahren aktiv im Internet bin und auch chatte. Aber es gibt eben auch ein Leben neben dem Internet und Facebook ist eben nur eine der vielen nützlichen Plattformen. Ja wirklich, man überlebt auch wenn man nicht jede Mahlzeit mit Bildern online stellt und immer bekannt gibt wo man gerade mit wem ist. Euer Herzschlag ist, trotz hartnäckiger Gerüchte, nicht mit Facebook verbunden. Aber wie auch immer, trotzdem oder vielleicht gerade deswegen hat mich das Buch herrlich unterhalten. Ich wüsste jetzt übrigens auch gerne ob Karina wirklich tot ist. Und kommt sie mit dem Typen mit den Locken noch zusammen? Was für ein Akzent war das. Fragen über Fragen. Wird es eine Fortsetzung geben? Das wär mal was.

Nunja wie auch immer. Nehmt das Buch und euer Leben nicht alzu ernst. Mir hat das lesen Spaß gemacht.

Ich bin übrigens b). Also nicht, weil ich nur b) geantwortet habe, sondern weil die Beschreibung einfach passt. Und ich wäre auch gern gekommen. Aber ohne Katze. Ich habe einen Hund. Von dem man aber nicht minder süße Fotos machen kann. Ehrlich.

Jaja einiges versteht ihr hier erst wenn ihr das Buch gelesen habt. So ist das eben.

Achja eins zum Schluss noch. Ich weiß nicht, ob das Buch jemand Korrektur gelesen hat. Falls ja, waren die Leute zumindest immer abgelenkt. Mit einigen Schreibfehlern und ein paar unsinnigen Sätzen müsst ihr leben.

Alles in allem eine gelungene Satire, die auch zum nachdenken anregt.

Also hier könnt ihr das Buch kaufen und hier findet ihr nochmal den Blog der Autorin. Doppelt verlinkt hält besser. Viel Spaß beim lesen!

Eure Krissi

Beziehungsstatus Verliebt in Facebook

Beziehungsstatus: Verliebt in Facebook

Nachdem ich dann Mittwochabend wieder zu Hause war vom einkaufen und dm-Box-bezahlen-wollen-Kassen-Spektakel, erwartete mich noch ein kleines Päckchen auf der Couch. Ein unscheinbarer weißer Umschlag, handbeschrieben.

Beziehungsstatus Verliebt in Facebook

Und da drin war mein toller Gewinn von immerabgelenkt, wovon ich ja irgendwie die Benachrichtigung verpennt hab. Trotzdem habe ich eine ganz eigene, persönliche und unglaublich liebe Widmung von der Autorin bekommen, jawoohll. Der Blog ist so witzig, ich hoffe das Buch unterhält einen auch so gut! Aber die Bestätigung kam eigentlich schon bei den ersten Zeilen des Vorwortes. Ausserdem ist Juliane eine unglaublich gute Wortakrobatin. Auch wenn dies nicht annähernd ihrer Künste würdig ist, mag ich diese Umschreibung. Ich bin gespannt und werde berichten. Es schiebt sich jetzt ganz nach oben auf meinem Muss-ich-noch-lesen-Stapel und kommt direkt als nächstes dran.

Eure Krissi