Neues Jahr – neues Kaffeeglück

Ein frohes neues Jahr! Ich hoffe ihr seit alle sicher rein gerutscht und hattet schöne Feiertage.

Wir haben dieses Jahr an Silvester mal ein „Dinner for 2“ gehabt. Es gab eine wunderbare Ente mit lila Kartoffeln, die leider nicht so wundervoll waren. Ganz toll war dafür wieder die Sauce. Chardonnay Sekt und Gin gab es dazu. Natürlich nicht gleichzeitig in einem Glas. Lustiges Tischfeuerwerk und „Confetti all over“ hatten wir auch. Schön wars. Das Konfetti hätte ich gern noch länger liegen lassen.

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Von Vorsätzen fürs neue Jahr halte ich zwar nicht alzu viel, dennoch hab ich mir für 2017 ein paar Sachen vorgenommen. Aber eher ganz locker gesehen und um mir etwas gutes zu tun. Hauptsächlich möchte ich mir mehr Zeit nehmen für Dinge die mir Freude machen und auch bewußt genießen.

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Dieses furchtbare Wort Achtsamkeit hat sich dafür im letzten Jahr durchgesetzt. Ich weiß nicht warum, aber das Wort an sich gefällt mir gar nicht. Als ob jemand mit erhobenem Finger, kopfschüttelnd vor mir steht. Und genau das bewirkt ja irgendwie das Gegenteil. Solche Auszeiten sollten Druck nehmen. Stattdessen denkt man bei dem Wort irgendwie „Oh Gott, ich MUSS mir dringend mehr Zeit für mich selbst nehmen! Alle machen das jetzt. So wichtig. Mehr Achtsamkeit!“ Und schon ist man in der Spirale drin und denkt man muss neben dem Alltag noch mehr Zeitfenster für sich selbst einbauen.

Die Bedeutung des Wortes finde ich aber sehr gut: mehr auf sich aufpassen, aufs Bauchgefühl hören und sich bewußt Auszeiten nehmen. Das müssen keine großen Aktionen der Entspannung sein, wenn die Zeit nicht da ist. Es reicht vollkommen, wenn man den Alltag mehr genießt. In Ruhe die Tasse Kaffe trinken, das Frühstück genießen, beim Abendessen mit dem Partner oder den Kindern reden und aufmerksam zuhören ohne etwas anderes zu machen, den Fernseher ausschalten, einem Vogel zusehen, den Arbeitsweg klar wahrnehmen ohne zu hetzen – solche Kleinigkeiten können Spannung nehmen und für viel mehr Spaß sorgen. So ist man erholt und gelassen ohne dabei wirklich mehr Zeit verbraucht zu haben.

Aber versteht mich nicht falsch, größere Auszeiten sind natürlich auch sehr gut. Man sollte sich nur nicht dazu genötigt fühlen.

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Um mir das noch ein bisschen in Erinnerung zu rufen, habe ich beschlossen bei zwei Instagram-Challenges mitzumachen. Klingt verrückt, weil eine Challenge ja eigentlich mit Druck und vielleicht sogar Zwang verbunden ist. Aber niemand zwingt mich jeden Tag dabei mitzumachen und ausserdem geht es um Dinge die ich gerne mache.

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Ich wollte schon länger mal wieder mehr zeichnen und kreativ sein. Da kommt die Challenge #365DoodlesmitJohanna gerade recht. Die Illustratorin Johanna Fritz gibt jeden Monat die Themen vor, für jeden Tag eines. Dazu soll man ein Doodle machen. Irgendeine schnelle Zeichnung, die einem dabei einfällt. Zum einen regt das die Kreativität an und zum anderen hilft es mir scribbeln zu üben. Ich bin darin nämlich gar nicht gut und für die ersten zwei Zeichnungen hab ich auch eher lange gebraucht. Aber ich denke mit der Zeit wird das immer besser werden.

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Die andere Challenge ist #mafflumomente. Auch hier das selbe Prinzip: Jeden Tag ein bestimmtes Thema, zu dem einen was einfallen soll. Hier soll man aber ein Foto posten. Ich finde es schön, dass man damit mehr auf seinen Alltag achtet und auch kleine Dinge sieht und wertschätzt.

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So und da ihr euch wahrscheinlich schon alle fragt was es jetzt mit dem Kaffeglück und den ganzen Brötchen hier auf sich hat, kommen wir mal zum eigentlichen Thema dieses Posts. Ich versuche schon lange mehr auf meine Umwelt zu achten und gewisse Dinge umzustellen. Das ist in einer Kleinstadt mit Vollzeitjob schwieriger als man denkt. Hier gibt es keinen „Unverpackt“-Laden und auf den Wochenmarkt kann ich auch nur sehr selten, da er in der Woche stattfindet. Verpackungsmüll lässt sich also nicht ganz vermeiden. Aber ich verzichte auf Plastiktüten, versuche vieles selbst zu machen und Dinge aus Materialien wie Glas, „Bambusplastik“ oder Holz zu kaufen. soetwas ist auch viel hübscher und haltbarer als Plastikartikel. Zero Waste ist für mich nicht möglich, aber auch Kleinigkeiten können helfen.

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Deshalb sind vor etwa einem Monat auch alle Kaffeemaschinen aus unserem Haushalt geflogen. Geplant waren nur die Kapselmaschinen. Ja wir hatten tatsächlich zwei davon. Eine hatte ich schon seit etlichen Jahren (13 vielleicht) und die andere hatte ich mal als Produkttest bekommen. Es war immer praktisch schnell mal einen Kaffee damit zu machen und auch Latte Macchiato oder Cappuccino waren möglich. Aber die Kapseln waren teuer und der viele Müll gefiel mir immer weniger.

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Wir testeten stattdessen immer mehr hochwertigere Kaffeesorten und es gab fast nur noch Filterkaffee. Dabei beschäftigte ich mich auch mehr mit den verschiedenen Herstellungsarten. Eigentlich war ich immer der Meinung, dass die Kaffeebohnen hauptsächlich den Geschmack ausmachen. Das ist nicht der Fall. Auch die Zubereitungsart macht einiges aus.

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So landeten wir jetzt bei der Chemex. Eine überteuerte Glaskaraffe, bei der man ganz altmodisch mit der Hand aufgiesst. Ja, ich bin mir dessen durchaus bewußt, aber der Kaffee schmeckt wirklich gut und ich möchte sie nicht mehr hergeben. Die Zubereitung dauert länger. Man muss den Kaffee und das Wasser abmessen, aber die Mühe lohnt sich.

Jeden Morgen gibt es jetzt also eine kleine Zeremonie. Wasser auf etwa 93 Grad erhitzen, Filter in die Chemex einlegen, warmes Wasser durch laufen lassen um das Glas zu erwärmen, ausschütten, Kaffee abmessen, etwas Wasser drauf geben, Kaffee „aufblühen“ lassen, restlichen Wasser dazuschütten, Kaffee durchlaufen lassen.

Womit wir auch schon wieder bei dem kleinen Auszeiten im Alltag wären.

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Da traf es sich natürlich ganz wunderbar, dass Mount Hagen mich fragte, ob wir ihren Kaffee testen möchten. FairTrade und Bio…noch besser.

„Feiner Kaffee, würzig und komplex in den Aromen – allein seine Herstellung ist eine Kunst für sich.“ – heißt es auf der Homepage. Respekt gegenüber der Umwelt, den Kaffeebauern und allen Beteiligten der Produktion ist dem Unternehmen wichtig.

Wir bekamen den Papua Neuguinea Kaffee. Er schmeckt angenehm weich und ist trotzdem sehr würzig und kräftig. Am Ende schmeckt man eine leichte Säure, was ich bei Kaffee eigentlich nicht mag. In diesem Fall war das aber nicht unangenehm und brachte nochmal eine neue Geschmacksnote.

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So sollte der Kaffee am Ende aussehen, glatt und gerade. Statt an den Seiten hochgedrückt, wie in den meisten Maschinen.

Zusätzlich war ein Malzkaffee im Paket. Dafür, muss ich zugeben, hab ich noch keine richtige Verwendung gefunden. Mit Wasser zubereitet schmeckte er mir nicht wirklich gut. Eher etwas nussig bzw. eben nach Getreide. Logisch bei Malz. Etwas süßes oder malziges konnte ich aber nicht heraus schmecken. Habt ihr da eine Idee was ich damit noch machen könnte?

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Jetzt bekommt ihr aber noch ein Rezept für tolle und einfache Frühstücktsbrötchen. Sie sehen normalerweise ein bisschen mehr aus wie eine Mischung aus Brötchen und Ciabatta und schmecken auch so. Diese hier auf den Bildern haben eine etwas härtere Kruste bekommen, weil ich, statt Eis, Wasser benutzt habe.

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Für 8 Brötchen braucht ihr:

500 g Mehl Type 550
100 g Joghurt
230 g Wasser
3 g Trockenhefe
15 g Honig
15 g Butter
10 g Salz
Eiswürfel

Am Vorabend verknetet ihr Mehl, Joghurt, Wasser, Hefe, Honig, Butter und Salz bis ein weicher, nicht klebriger Teig entsteht. Den lasst ihr dann über Nacht (länger ist nicht schlimm, aber mindestens 10 Std) bei Raumtemperatur gehen. Wenn ihr ihn dann verwenden wollt, heizt den Ofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vor. Den Teig könnt ihr mit bemehlten Händen oder auf einer bemehlten Fläche in 8 Teile teilen und müsst ihn dann nochmal 15 min gehen lassen. Auf den Ofenboden (am besten in einer Schüssel) gebt ihr ein paar Eiswürfel. Backt die Brötchen damit 15 min lang. Dann die Ofentüre einen Spalt öffnen und mit Umluft weitere 10 min backen.

In unserem jetzigen Ofen habe ich kein Umluft mehr. Vielleicht lag es auch mit daran. Die Brötchen schmecken aber trotzdem sehr gut.

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Dem ein oder anderen kommt das Rezept vielleicht schon bekannt vor. Die Brötchen habe ich auch mal als Burgerbuns verwendet, bei dem Pulled Pork Burger. Es gibt sie oft zum Frühstück am Wochenende hier, weil sie so einfach zu machen sind. Einfach am Vortag vorbereiten und liegen lassen. Während die Brötchen morgens gehen und backen, kann man sich in Ruhe anziehen und den Frühstückstisch decken. Bei vielen anderen Brötchen Rezepten muss der Teig 2-3 Std gehen. Da müsste man ja schon Stunden vor dem Frühstück aufstehen.

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Ich hoffe ihr habt ein ganz tolles, wunderbares, großartiges 2017!!

Eure Krissi

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Alles Tip Top in L´Etivaz

Letztes Jahr habe ich ja, für mich völlig unerwartet, den Wettbewerb bei Björn von Herzfutter gewonnen. Dieses Jahr Mitte Juni ging es dann mit Björn, Petra von Hol(l)a die Kochfee und Tina von Lecker & Co. tatsächlich für ein wunderbares Wochenende in die Schweiz. Erwartet hatten wir wohl alle Bergromantik mit wunderbarem warmen Wetter zu dieser Jahreszeit. Und das hatten wir auch, sieht man von den heftigen Regenschauern zwischendurch ab. Die gingen aber zum Glück immer nur einige Minuten und kamen uns bei unserem Programm kaum in die Quere.

Bevor es los ging in die Berge, hatte ich noch eine kleine Tour durch Genf mit Barbara und Katrin, die das Gewinnspiel und die Reise organisiert haben. Mein Flug ging nämlich etwas früher, als von den anderen und die beiden waren so lieb auch so früh aufzustehen um mir schon Gesellschaft zu leisten.

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Als wir in L´Etivaz ankamen durften wir uns das große Käselager ansehen. Der Keller wurde nach und nach immer mehr erweitert und lagert den Käse aller 130 Bauern der Umgebung. Dabei handelt es sich am Ende um ungefähr 35.000 Käselaibe.

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Die Bauern liefern etwa alle drei Tage ihren Käse in den Keller zur Lagerung. Auf dem oberen Bild seht ihr anhand der Farbe den unterschiedlichen Reifegrad.

Hier werden die Leibe jeden Tag gewendet und mit Salzlake eingerieben. Da es aber viel zu viel Käse ist, übernimmt das ein spezieller Roboter. Im Oktober wird der Käse dann geprüft, bewertet und gekennzeichnet. Im Höchstfall kann er 20 Punkte bekommen. Nach dieser Bewertung bekommen die Bauern ihr Geld. Das bedeutet, sie arbeiten ab Mai auf ihrer Alm und bekommen ihren gesamten Lohn dafür erst im Oktober.

Nach der Besichtigung durften wir bei strahlendem Sonnenschein den L´Etivaz AOP zum ersten Mal probieren. Wir bekamen drei verschiedene Jahrgänge und zwei andere Käsesorten, darunter den Weichkäse Tommes Fleurette aus Rougemont.

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Je älter der L´Etivaz desto kräftiger wird der Geschmack. Die Röllchen sind am ältesten (ich glaube von 2011 in diesem Fall) und werden in dem Stadium Hobelkäse genannt. Die weißen Flecken darauf sind Salzkristalle. Er ist relativ trocken und erinnert eher an Parmesan, nur viel würziger. Ich mochte die jüngeren Sorten, die trotzdem schon sehr würzig sind, lieber.

Abends gingen wir noch essen, während es sich draußen etwas einregnete und dann ging es erstmal ins Bett.

Der nächste Morgen zeigte sich wieder freundlich für den Besuch bei der ersten Alpkäserei. Alexis und Thérèse Morier zeigten uns wie sie ihren Käse herstellen.

Zuerst lernten wir die Kühe und Kälber kennen, die noch im Stall standen. Sie dürfen jeden Tag auf die Almwiesen und die frischen Kräuter essen, die dort wachsen. Die Kräuter und Wildblumen haben einen großen Einfluss auf den Geschmack der Milch und somit auch auf den Käse.

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Die frische Milch wird jeden Morgen in einem großen Kupferkessel über Holzfeuer gekocht bis sie 32° C warm ist. Durch das Feuer schmeckt der Käse später ein wenig rauchig.

Anschließend wird das Lab, oder wie Alexis sagte „Magique Pulver“, hinzugefügt. Eigentlich ist das ein natürliches Enzym aus dem Labmagen von Kälbern. Da echtes Lab aber zu unsicher ist, wird hier das Pulver oder auch Tabletten verwendet. Es sorgt dafür, dass die Milch gerinnt. Währenddessen konnten wir uns noch ein wenig in der Umgebung umsehen.

Alexis und Thérèse sind ein sehr herzliches Paar, denen man die Liebe an ihrer Arbeit wirklich ansah. Sie zeigten uns mit so einer Freude was sie jeden Tag schafften, dass man es einfach toll finden musste.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde rief Alexis uns rein. Wir hatten zu lange getrödelt und er hatte bereits begonnen mit der Käseharfe die Masse von geronnener Milch zu zerteilen. Seine Frau Thérèse schob nach kurzer Zeit die entstandenen Stücke mit einer Schaufel in die Mitte des Kessels. Das durften wir dann alle mal ausprobieren.

Durch das Zerschneiden der Masse kann man die Trennung von Käse und Molke genauer erkennen.

Sobald die Stücke die Größe von Reiskörnern haben wird alles nochmal erhitzt. Diesmal auf 56 Grad, was wieder so 40 min dauert.

Hier kommt das erste und letzte Mal ein elektrisches Hilfsmittel zum Einsatz: ein Motor zum umrühren. Die Masse muss während dem Erhitzen nämlich ständig gerührt werden.

Während der Käse also endgültig von der Molke getrennt wird zeigt uns Alexis die Käseleibe vom vorherigen Tag. Sie sind sehr gut eingepackt um keinem Zug ausgesetzt zu sein. Im Idealfall sind sie beim auspacken am nächsten Tag noch warm.

Die Zahlen auf dem Laib zeigen eindeutig wo der Käse herkommt und wie viele auf diesem Hof schon  hergestellt wurden. Seht ihr wie weich der Käse noch ist?

Dann dürfen die Laibe in den „geheimen“ Keller. Hier wird die Herstellung der letzten Tage gelagert. Sie müssen jeden Tag gewendet und mit Salzlake eingerieben werden. Alexis erzählt uns, dass der L`Etivaz selbst entscheidet wieviel Salz er braucht. Irgendwann nimmt er einfach nichts mehr auf, egal wie oft man noch einreibt.

Wir vertreiben uns die Wartezeit noch ein bisschen mit den Tieren auf dem Hof und haben ein Frühstück bekommen.

Das großartigste Frühstück überhaupt. Tolle Aussicht, selbstgemachter  Käse, frischer Rahm, leckerer Zimttee, sehr gute Salami. Ich glaube dieses Morgenessen ist uns allen in ganz besonderer Erinnerung geblieben. Und ich hätte gerne immer einen Topf mit frischem Rahm im Kühlschrank.

Das Thérèse und Alexis ein eingespieltes Team sind durften wir danach eindrucksvoll beobachten. Die Formen kommen auf Holzbretter und um sie zu desinfizieren kommt etwas heiße Molke darauf. Die Käsekörner werden mit einem Tuch vom Boden des Kessels geholt.

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Mit dem Tuch zusammen kommen sie dann in die Laibform. Oben drauf packt man noch ein Holzbrett und es wird für 24 Stunden gepresst. In dieser Zeit muss der Käse 5 mal gewendet werden.

Nachdem wir uns von den beiden und ihren Kühen verabschiedet hatten ging es zur Kräuterkunde.

Pascale Fesquet empfing uns auf einer Almwiese und zeigte uns viele Kräuter.

Leider hatten wir ein paar Probleme aufgrund der Sprachbarriere. Wir haben uns mit deutsch, englisch und französisch irgendwie helfen können. Der Rest ließ sich durch ein paar Recherchen im Nachhinein heraus finden.

Ihr seht hier Natternkopf, Pimpinelle, Spitzwegerich, Kümmel, Schafgarbe, Oregano, Hufeisenklee und Labkraut. Spitz- und Breitwegerich helfen übrigens bei Mückenstichen und ähnlichem. Einmal kurz zerkauen und auf den Stich geben. Es zieht die Entzündung heraus und wächst zum Glück überall.

Aus den gesammelten Kräutern und Blüten haben wir dann Vorspeisen gemacht.

 

Die Blüten wurden mit Olivenöl zu einem aromatischen Pesto. Wirklich sehr lecker!

Schafgarbe und Pimpinelle wurden mit Ziegenfrischkäse und Sahne vermischt und auf Gurkenscheiben gestrichen. Die Blätter der Pimpinelle schmecken übrigens ebenfalls nach Gurke.

Nach dieser tollen Vorspeise gab es für uns noch ein echtes Käsefondue.

Danach besuchten wir noch zwei andere Käsehersteller. Zuerst die nette Familie unserer Begleiterin Pauline. Es fing furchtbar an zu hageln, aber sie begrüßten uns sehr nett mit dem Alphorn, warmem Tee und natürlich Käse.

Anschließend lernten wir diesen lieben Hund samt Besitzer kennen. Sie hatten einen größeren Hof (ich glaube sogar 3) und 90 Kühe. Der Kessel hier war viel größer und es können bis zu 5 Käselaibe jeden Tag hergestellt werden.

Und es gab auch wieder was zu essen, Kuchen mit frischem Rahm. Rahm passt anscheinend zu allem.

Abends ging es dann wieder in ein Restaurant. Dort kam eine Gruppe Trycheler vorbei. Trycheln bedeutet so etwas wie „die Glocken schellen“. Das ist ein Brauchtum bei dem Männer und Frauen die großen Kuhglocken herum tragen und rhythmisch erklingen lassen.

Am Sonntag machten wir eine Führung durch Rougemont und sahen uns die Häuser und die Kirche an. Hier wohnten einige bekannte Scherenschnittkünstler. Deshalb ist auch das L´Etivaz Logo wie ein Scherenschnitt angelegt.

Die meiste Zeit bei dem Rundgang hat es leider geregnet. Und so fiel uns der Abschied und die Fahrt zum Flughafen nicht ganz so schwer. Ich brachte die anderen quasi noch zum Flugzeug und verbrachte dann noch etwas Zeit allein dort, weil mein Flug später ging. Das war eigentlich ganz lustig und ich hatte einen schönen Flug bei Sonnenuntergang.

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Mitgenommen habe ich natürlich auch was. So viel wie eben ins Handgepäck passte.

Süßes aus dem Supermarkt und vom Flughafen und herzhaftes direkt von den Höfen.

So, das war mein Bericht über die Herstellung von Schweizer Käse. Herzlichen Glückwunsch, dass ihr bis hier her durchgehalten habt. Ich weiß er war sehr lang und es sind wirklich viele Bilder, aber ich hoffe ihr fandet es so interessant wie ich.

Mir hat die Reise sehr viel Spaß gemacht und ich fand es wirklich faszinierend. Ich freue mich, dass ich mit fahren durfte und so nette Leute kennen lernen durfte.

Vielen Dank dafür an Schweizer Käse.

Der Burger ist grade sogar Rezept des Monats.

Hop on

Frohe Ostern!
Ich hoffe ihr feiert alle entspannt und seid nicht im Stress. Ich lasse es im Moment auch ruhig angehen und genieße ein paar freie Tage.
Falls ihr dennoch ein spontanes Mitbringsel braucht, habe ich noch eine Kleinigkeit fur euch.
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Entschuldigt, dass das Bild nicht so gut ist. Ich hatte leider nicht so viel Zeit um Fotos zu machen. Aber vorenthalten kann ich euch das ja auch nicht.
Vor kurzem habe ich bei einem Osterwichteln mitgemacht. Dafür entstand dieses Bild und musste noch schnell mit ins Paket.

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Der Spruch ist wirklich nicht neu und auch nicht auf meinem Mist gewachsen. Ich mag ihn allerdings sehr und deshalb entstand due Idee für das Puschelbildchen.
Eigentlich wollte ich es komplett selbst basteln. Mit der Schrft klappte das aber so gar nicht. Dann dachte ich mir, ich drucke einfach eine Vorlage aus um meine Idee umzusetzen. Ich fand aber absolut keine die meiner Vorstellung entsprach.

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Euer Vorteil, jetzt habt ihr auch etwas davon. Ich entwarf die Vorlage dann nämlich kurzerhand selbst in vier Varianten.

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Druckt sie einfach aus, am besten auf Fotopapier. Schnell in einen schlichten Rahmen setzten und das Puschelchen aufkleben. Dafur könnt ihr verschiedene Dinge benutzen, Papier oder Watte zum Beispiel.

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Bei mir ist es flauschige Wolle, die ich einfach ein wenig zerpflückt habe. Anschließend einfach zu einer kleinen Kugel formen und fixieren. Das geht ganz gut mit etwas Bastelkleber. Am Bild habe ich es allerdings mit einem doppelseitigen Fotoklebeband befestigt. Das lässt sich ohne Probleme wieder entfernen.

Ach und ein PDF könnt ihr euch hier auch noch herunterladen.

So schnell kann man ein witziges Ostergeschenk haben. Oder vielleicht wollt ihr es euch ja auch selbst aufhängen. Ich werde es auf jeden Fall für uns auch noch einmal nach basteln. Euch noch schöne Feiertage und hop on!

Frühlingsneu

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Schon wieder kein Ostern hier. Eventbloggen üben wir nochmal…naja Frühling zählt ja vielleicht auch. Eier und Häschen seht ihr ja auf den anderen Blogs genug, oder?

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Heute möchte ich euch zeigen was sich bei uns im Wohnzimmer getan hat. Ihr erinnert euch vielleicht an den Beitrag mit der Sofaverschönerung vor ungefähr einem Jahr?

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Wie ihr seht haben wir endlich eine tolle neue Couch gefunden und auch so einige andere Dinge sind noch eingezogen.

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Die Kissenhüllen sind alle von H&M Home. Erhältlich sind noch alle außer dem Blauweißen. Den süßen Fuchs gibt es noch und das Gelbgestreifte gibt es noch in anderen Farben, die grauen Kissen gibt es ebenfalls in weiteren Farben und Größen.

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Auch die schöne Decke ist von H&M Home, aber leider nciht mehr erhältlich. sie war eigentlich eine Notlösung, da mir einige andere die mir gefielen zu teuer waren. Mittlerweile liebe ich sie aber sehr.

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Diese megatolle Studiolampe hat mir der Mister zum Geburtstag geschenkt. Ok, ich habb sie mir selber ausgesucht. Aber sie ist so großartig. Wir haben sie bei Ebay ersteigert, beim Händler industrie_design. Der Lichtgewinn ist nicht sehr groß durch das dicke Glas. Wir werden mal eine bessere Birne besorgen. Mir gefällt sie auch so schon sehr gut.

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Unser Sofa haben wir bei Fashion4Home bestellt. Es hat sehr lange gedauert bis wir uns entscheiden konnten welches Sofa es wird. Aber so etwas soll ja auch gut überlegt sein. Wir waren zwei mal in einem der Showrooms um Probe zu sitzen und uns die Stoffe anzusehen. Natürlich gab es auch noch andere Shops in der Auswahl. Aber letztendlich wurde es das Modell Liberty als 3-Sitzer in Anthrazit.

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Die beiden Ib-Laursen Vasen sind von CAR-Möbel und der Housedoctor Stoffkorb unter dem Tisch habe ich bei Impressionen bestellt. Das hübsche Vogelwindlicht habe ich aus einem Dekoladen hier in der Nähe.

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Und wie gefällt euch die Veränderung?

Jetzt bräuchte ich aber noch eure Hilfe. Ich hätte gern noch einen schönen Teppich. Die beiden, die ich hier hätte sind ein wenig klein. Was größeres wäre wohl gut.

Ich habe da mal bei Urbanara gestöbert. Was haltet ihr denn von Kolong oder Sejling? Mir gefallen auch Muster wie bei Satari sehr gut. Oder doch was dunkles wie bei Izumi? Ich wäre jetzt im Frühling auch total für was buntes, aber irgendeine Farbe stört mich meistens im Motiv. Was meint ihr?

Und habt ihr noch eine Idee für die Wände? Da sieht noch etwas leer aus.

Eure Krissi

Fische im Winter

Nachdem der letzte Artikel ja auch schon nichts mit Essen zu tun hatte, machen wir damit mal weiter. Keine Sorge, das wird nicht die Regel. Der nächste Beitrag hier enthält wieder ein Rezept. Ein sehr leckeres und sehr einfaches! Perfekt oder?

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„Zwischen den Jahren“ hatten Mr N und ich ein wenig frei und haben uns ein wenig im Norden Deutschlands aufgehalten. Nicht ganz so nördlich wie die meisten denken mögen, aber doch schon Norden irgendwie.

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Natürlich war die Kamera mit dabei und ich hatte mal ein wenig Zeit mich in Ruhe mit dem Gerät zu beschäftigen. Ich bin ja eigentlich noch ziemlicher Noob was die Fotografie angeht. Blutiger Anfänger quasi. Werft mir Fachbegriffe an den Kopf und ich steh da wie´n Ochs vorm Berg. Hab ich zwar alles schonmal gehört, aber wirklich Wissen was gemeint ist? Ansatzweise vielleicht. Einstellen an der Kamera? Pffffft….

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Ansehnliche Bilder bekomme ich trotzdem manchmal hin. Für diese hier bekam ich sogar sehr anerkennendes Lob vom Mister.

Wie ihr hier seht sind sie bei einem Angelausflug entstanden. Der Mister hat nämlich endlich seinen Schein gemacht. Davon erzählt er eigentlich schon seit wir zusammen sind, also seit fast 9 Jahren. Nach 8 hat das dann auch mal geklappt.

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Er stand also glücklich am Kanal und ich knipste wild in der Gegend rum. Das Objektiv ist das selbe von dem ich euch bei den Quarkbällchen schon mal berichtet hatte. Ein altes, an dem man noch alles manuell einstellen muss. Es macht eine wunderbare Farbstimmung. Und ich konnte ein wenig üben. Was ich da genau eingestellt habe, weiß ich immer noch nicht. Aber immerhin weiß ich jetzt ein bisschen besser welche Zahlen ich wann verändern muss und welche Knöpfe das bewirken. Kann ich mir nicht richtig merken, aber ein wenig besser ist es wohl schon im Kopf.

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Die unterschiedliche Lichteinwirkung der Sonne, tat sein übriges. Auch da musste ich ständig die Einstellung verändern. Noch mehr Übung!

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Der Mister wird aufmerksam beobachtet. Schließlich wirf er was. Und man darf nicht hinterher ins Wasser stürmen. Da wird man zurück gerufen. Hrm…

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Obwohl das Wasser doch soooo verlockend da rum tümpelt.

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Und der Mister hat sogar was gefangen. Fand er nicht so toll wie ich. Ist nur ein kleiner Köderfisch sagte er. Aber war hübsch und sah wie de klassische Fisch aus. Immerhin. Schmecken würde er nicht. Ok, blöd.

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Also landete er direkt wieder im Wasser, allerdings am Haken.

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Dann muss man warten. Gebracht hat das leider nichts. Es wollte einfach nichts mehr anbeißen. Aber auch die anderen Angelkollegen waren erfolglos. Vielleicht haben die Fische einfach ein Winterschläfchen gehalten.

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Schön wars trotzdem! Der Hund konnte buddeln, der Mister endlich die Angel auswerfen und Sachen ausprobieren und ich mit der Kamera rum probieren.

Wie gefallen euch die Bilder?

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Ich werde auch weiterhin daran arbeiten mehr von der Kamera zu verstehen und bessere Bilder zu machen. Zum Geburtstag habe ich jetzt auch ein tolles Buch bekommen mit Tipps und Erklärungen. Mal sehen wie ich damit zurecht komme. Extra für „Food-Fotos“, also nur für euch! Aber alles auf Englisch. Das wird natürlich noch schwieriger, wenn man die Fachbegriffe eh schon drin hat. Aber mein Englisch ist in Ordnung. Das bekomm ich schon hin.

Jetzt hat das neue Jahr hier im Blog ganz anders als gewohnt angefangen. Aber Jahresanfänge sind ja auch für Veränderungen da. Vorsätze, die man schnell wieder verwirft oder aber tatsächlich durch hält. Ich nehme mir nie etwas fürs neue Jahr vor. Ich habe sowieso immer neue Ideen. Habt ihr euch was vorgenommen?

Eure Krissi

Und nicht bummeln!!

Wenn euch Alraunen, Zeitumkehrer, Todesser und Treiber nicht unbekannt sind, seid ihr hier genau richtig. Ich glaube ja immer noch das mein Brief einfach verloren gegangen ist. Orientierungslose Eule oder so. Arme Eule, ich hoffe ihr geht es gut. Aber mein Brief hätte sie wirklich vorbeibringen können.

Alle, die jetzt „Ja, ja, ja!!“ denken, dürfen weiterlesen. Alle anderen wird dieser Artikel kaum interessieren.

Wir waren letzten Freitag nämlich in der Harry Potter Ausstellung in Köln im Odysseum. Eigentlich war direkt als ich davon erfahren hatte klar, dass ich da hin will. Dann hab ich den Eintrittspreis gesehen und war mir doch etwas unsicher. Ganz schön happig. Naja zur Eröffnung hätte ich es eh nicht geschafft. Also konnte ich noch ein paar Berichte darüber lesen. Einige waren enttäuscht. Die Ausstellung sei zu klein, etc. Bei genauerem lesen fiel mir allerdings auf, dass alle Enttäuschten die Ausstellungen in London oder den USA besucht hatten. Die wären viel größer. Ok, den Vergleich hab ich ja nicht. Und viele andere waren begeistert. Also entschied ich mich doch dazu den Preis zu bezahlen.

Mitgenommen habe ich natürlich Mr N. Der ist aber eigentlich nur mir zuliebe mitgekommen. Vorteil für euch: Er konnte ganz ganz viele wunderbare Fotos von der Ausstellung machen, während ich in Ruhe alles drei mal angucken konnte. Und davon darf ich euch jetzt ein paar zeigen. Ich glaube er war auch ganz froh darüber, nicht die ganze Zeit von mir Sätze wie „Guck mal da, der Heuler, den Ron von seiner Mutter bekam.“, „Oh, daaa die Katzenteller von der blöden Umbridge.“, „Alraunen! Alraunen!! Ich darf sie anfassen!!!“ zu hören. Den die hätten lange Erklärungen mit sich gebracht. So stiefelte ich einfach durch die Ausstellung und stand mit großen Augen vor den Ausstellungsstücken.

Bevor man in die Ausstellung kommt, kann man sich noch einen Audioguide leihen. Darauf haben wir aber verzichtet. Dann kommt man an einem Green-Screen vorbei. Dort kann man Fotos machen mit Zauberstäben und dann wird im Hintergrund Hogwarts oder etwas anderes zum Thema eingebaut. Nunja, auch das haben wir nicht gemacht. Wir sind direkt weiter gegangen und haben uns in der Schlange angestellt. Dort mussten wir einige Minuten warten bis die Gruppe vor uns mit der Pre-Show fertig war.

Bei der Pre-Show kommt man zuerst in einen kleinen Raum. Dort hängen Fahnen der Häuser und ein altes Fenster mit einem Hocker ist dort aufgebaut. Dort steht eine Dame in Umhang mit dem sprechenden Hut. Einige Leute in der Gruppe dürfen ihn aufsetzen und werden ein paar Sachen gefragt. Natürlich landen sie dann in dem Haus in, das sie wollten. Wir hatten zwei Mal Gryffindor und tatsächlich einmal Slytherin. Das vierte war glaube ich Ravenclaw, aber sicher bin ich mir nicht mehr.

Dann kommt man in einen weiteren Raum mit einigen Bildschirmen. Dort werden verschiedene Szenen aus den Filmen gezeigt. Ich war überrascht, dass diese insgesamt eher düster gehalten wurden. Also eher die gruseligen Szenen gezeigt wurden. Ich fand das passte sehr gut. Am Ende dieser Szenen sieht man den Hogwartsexpress und die Pfeife ertönt.

Hinter der Gruppe öffnet sich dann die Wand. Ich stand dann direkt vor dem Zug. Großartig! Dann wird man auch schon von einem Vertrauensschüler abgeholt und in die eigentliche Ausstellung geführt. Bei uns war das ein junger Mann im Umhang mit Laterne in der Hand. Er war grandios. Nach seiner Begrüßung sagte er wir sollen ihm folgen, drehte er sich um und rief laut „Und nicht bummeln!“ Es klang exakt wie im Film.

Leider hatten wir da die Kamera noch nicht raus geholt. Also kein Foto vom Zug. Wo ich das alles jetzt schreibe, fällt mir auch auf, dass die Abfolge ja eigentlich nicht ganz richtig ist. Man wird als Erstklässler begrüßt, dann ist man am Zug und der Vertrauenschüler kommt. Wo ist Hagrid mit den Booten? Und der Vertrauenschüler führt doch durchs Schloß. Äh ja, unwichtig.

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Na, wer ist das? Ja, die fette Dame (zumindest die aus dem dritten Film), als bewegtes Portrait. Sie versucht die ganze Zeit das Glas zu zersingen. Das wird leider ein bisschen nervig, da sie sehr laut und hoch schreit. Dennoch ein beeindruckender Empfang. Leider war nur ein weiteres Bild animiert, aber das wäre vielleicht auch etwas aufwändig gewesen.

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Harrys Brille und einer von seinen Einschulungsbriefen. Hm…ich könnte den Namen ja….

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Hermines Vitrine zeigt ihren Zeitumkehrer, den wunderbaren Beutel in den alles hinein passt und noch einiges mehr. Besonders toll fand ich die Liste von Dumbledore´s Armee.

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„Ich soll keine Lügen erzählen“ Einige von euch werden sich jetzt vermutlich mit schmerzverzerrtem Gesicht über den Handrücken streicheln, nicht wahr?

Wusstet ihr übrigens, dass dolor das lateinische Wort für Schmerz ist? Da bekommt der Name Dolores doch gleich einen noch schlechteren Beigeschmack. Eine gute Wahl Mrs Rowling.

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Der glanzvollste aller Lehrer für die Verteidigung gegen die dunklen Künste. Gilderoy Lockhardts Bereich in der Ausstellung ist ebenso selbstherrlich gestaltet wie er ist. Man sieht siene Bücher und einige Bilder von ihm während seiner Abenteuer und natürlich auch ein Teil seiner Outfits.

Ich zeige euch hier absichtlich nur Detailaufnahmen. Den ich möchte euch keinesfalls den Spaß an der Ausstellung nehmen. Wie langweilig wäre es, wenn ihr hier schon alles gesehen hättet? Dabei sind die Stücke in echt noch viel beeindruckender.

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Erinnert ihr euch noch an diesen Kameraden? Ich muss zugeben, ich konnte ihn nicht sofort einordnen. Er kommt in der Unterrichtsstunde vor in der Lupin der Klasse den Irrwicht zeigt. Dieser Jack-in-the-Box taucht auf bevor Harry dran ist. Er verwandelt sich dann in einen Dementor. In diesem VIDEO seht ihr die Szene noch mal (schaut ab 3:40). In der Ausstellung ist er übrigens genauso riesig wie im Film.

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Das hier ist aus Nevilles Vitrine. Daneben befindet sich Professor Sprouts Umhang und ein Nachbau aus dem Gewächshaus.

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Mit kreischenden Alraunen, die man aus ihrem Topf ziehen darf! Natürlich nur die Babys…versteht sich von selbst, nicht wahr?

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Alraunen können für viele Zaubertränke benutzt werden, wenn sie ausgewachsen sind. Vielleicht befindet sich ja auch ein Teil davon in diesen Flaschen von Professor Slughorn. Wusstet ihr eigentlich wie schön sein Zauberstab ist?

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Quidditch-Uniformen und alles an Zubehör gab es auch. Man durfte sogar selbst versuchen ein Tor zu werfen. Leider ohne fliegen. Das hab ich dann mal ausgelassen. Im Film sieht man gar nicht wirklich wie die Flügel des Schnatzes beschaffen sind. Sie sind ja immer in Bewegung oder eingeklappt.

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Der hübsche Seidenschnabel…und direkt daneben der Henker und das große Beil, nunja.

Danach kommt ihr direkt in Hagrids Hütte. Ein weiteres Highlight für mich. Sehr schön gemacht. Es brodelt sogar etwas im Topf über dem Kaminfeuer. Und in seinem Sessel dürft ihr auch sitzen. Die Fotos sind leider nciht so toll geworden, deswegen behalte ich sie für mich.

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Hier habt ihr einen Verwandten von Aragog. Ich hoffe ihr habt nicht dieselbe Phobie wie Ron, denn dieser Vertreter ist auch ziemlich groß.

Übrigens sind die Exponate alle sortiert und nach Themen ausgestellt. An diesem Foto seht ihr auch, dass die Lichtstimmung überall anders ist. Wir befinden uns gerade im verbotenen Wald, also ist es hier recht düster und es gibt eher nachtblaues Licht. Auch die Geräusche wurden immer angepasst. So fühlt man sich etwas mehr in die Filme versetzt.

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Dieser grimmige Hauself war natürlich nicht der einzige. Kreacher stand hier vor einem blitzenden Fenster und trotzte dem Gewitter. Neben ihm seht ihr Gefangenenkleidung aus Azkaban.

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Das Schwert von Godric Gryffindor findet ihr ganz allein in einem Schaukasten. Ein beeindruckendes Stück.

Ich war bei allen Sachen besonders fasziniert von den Details. Einige Besonderheiten nimmt man im Film gar nicht wahr. Deswegen habe ich mir viele Stücke relativ lange angesehen. Manchmal bin ich auch noch einmal zurück gegangen. Aber das lag daran, dass ich immer lieber dort hin gegangen bin, wo gerade keine Menschen standen. So hab ich auch niemanden gestört, wenn ich mir jede Kleinigkeit eines Rings angeschaut habe.

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Zeitungen und Plakate auf denen Todesser gesucht werden findet man in der ganzen Ausstellung. Sie sind unter uns.

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Erinnert ihr euch noch an dieses schöne Stück? Der arme Ron! Aber da muss er wohl durch. Übrigens ein sehr aufwändig gearbeiteter Umhang. Er hätte wirklich dankbarer sein können. Der war sicher mal sehr teuer.

Im Hintergrund seht ihr noch ein wenig die Geschenktüten des Weihnachtsballes. Sind euch die im Film je aufgefallen? Richtig toll!

Nach diesem Raum folge noch der Ausstellungsshop. Die Sachen dort sind so teuer wie erwartet. Sind eben die originalen Merchandise-Produkte. Der Shop ist übrigens auch sehr durcheinander und eigentlich fühlt man sich wie in der Winkelgasse. Selbst die Zauberstäbe sind wie bei Ollivanders aufgebaut. Eigentlich wollte ich nur eine Kleinigkeit mitnehmen. Ich wollte so gerne einen Schokofrosch, aber bei einem Preis von 5 € habe ich mich mir das doch noch mal überlegt. Durch gutes zureden vom Mister hab ich mich dann doch zu einem etwas größeren Stück hinreißen lassen. Ich besitze jetzt eine hübsche Sammlung alles Hausanstecknadeln inklusive der für Hogwarts selbst.

Und lohnt sich die Ausstellung für euch?
Also ich denke, wenn ihr Harry-Potter-Fans seid und keine der Ausstellungen im Ausland gesehen habt, auf jeden Fall! Geht hin! Klar, es ist teuer, aber für mich hat es sich absolut gelohnt! Und wer weiß ob ihr hier in Deutschland noch einmal die Chance dazu bekommt!?

Ich habe alle Bücher mehrmals gelesen, vorallem die ersten drei. Diese drei hatte ich zuerst in unserer Bücherei entdeckt, kaufte sie mir aber relativ schnell danach selbst. Ab dem vierten Buch war ich immer am deutschen Release-Tag in einer Buchhandlung. Morgens um 5 oder 6. Das ich Fan bin brauche ich nicht noch einmal extra zu erwähnen, oder?

Und wenn ihr euch jetzt trotzdem noch fragt, wie ich in meinem Alter noch so ein begeisterter Harry-Potter-Fan sein kann, möchte ich gerne einen anderen Fan (dessen Zitat leider Alan Rickman, dem Darsteller des Lehrers Snape zugeschrieben wird), zitieren:

When I’m 80 years old and sitting in my rocking chair, I’ll be reading Harry Potter. And my family will say to me, “After all this time?” And I will say, “Always.

Besinnliche Weihnachten

FRÖHLICHE WEIHNACHTEN EUCH ALLEN!!

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Hier auf dem Blog ist es leider wenig weihnachtlich. Ich bin dieses Jahr einfach nicht richtig in Weihnachtsstimmung. Zum einen hatte der Freund einen großen Geburtstag, der mich beschäftigt hat und zum anderen gab es einiges Durcheinander in der Feiertagsplanung. Deswegen dürft ihr meinen Blog als Antiweihnachtszufluchtsort und Ruhepol betrachten. In den nächsten zwei Tagen kommt hier etwas absolut unweihnachtliches online. Nur falls ihr mal etwas völlig anderes sehen wollt.

Das heißt natürlich nicht, dass hier nicht trotzdem gefeiert wird. Hier stehen Geschenke rum und auch ein kleiner hübscher Baum. Die Geschenke sind in blauem Foliengschenkpapier und Packpapier verpackt. Zwei verschiedene Sorten bringen überraschend viel Spannung. Sieht wesentlich besser aus als nur ein einziges Geschenkpapier. Das Foto hat Mr N von unserem Baum geschossen. Der ist diesmal in mint, weiß und ein wenig rot geschmückt. So sieht auch die restliche Deko hier aus. Ein paar alte rote Sachen und viel neues in weiß und mint, ein paar Holztöne dazu. Sehr ruhig und natürlich gehalten. Seht ihr die tolle Lichterkette da im Baum? Die haben wir ja letztes Jahr gekauft. Sie ist soo toll. Sieht aus als würden die Zweige leuchten. Und wenn überhaupt sieht man ein wenig Kupfer blitzen.

So ich hoffe ihr trinkt viel Glühwein, esst tolle Kekse und noch tolleres Essen! Habt ein paar schöne Tage und entspannt euch! Dafür sind die Feiertage schließlich da!

Eure Krissi

Muttertag

Muttertag mitten im Herbst??

Naja, eigentlich geht es hier nicht um Muttertag an sich, sondern um einen Mordfall der sich an Muttertag ereignet hat. Mordfall? Ja, ihr seid hier trotzdem auf dem richtigen Blog. Werdet ihr gleich sehen.

Wir waren nämlich neulich in der Villa eingeladen. Von Schaukelpferden war da zwar nichts zu sehen, allerdings wurden Pferde des öfteren erwähnt.

Dieser Artikel wird immer verwirrender. Ich erklärs mal.

In der Villa hat vor 5 Jahren ein Mordfall statt gefunden. Es wurde auch jemand verurteilt. Trotzdem sollte der ganze Fall jetzt noch einmal aufgerollt und untersucht werden. Deshalb wurden wir zum Dinner eingeladen. Wer gut schlussfolgern kann (oder auf den Link oben geklickt hat), weiß jetzt schon „Aaaah, ein Krimidinner“.

Ich gehe jetzt mal nicht viel weiter auf das Ereignis ein. Das möchte nämlich Christine auf ihrem Blog in den nächsten Wochen selber machen. Wer das also verfolgen möchte, abonniert am besten direkt ihren Blog. Wir machten uns also an einem regnerischen Freitagabend in angemessener Kleidung auf den Weg zur Villa. Der Mister als blutjunger Anwalt und ich als ehemalige Chirurgin und aktueller Journalistin. Auf dem Weg dorthin trafen wir schon die anderen Verdächtigen. Die meisten hatten etwas nettes für das Dinner dabei. Bei uns im Gepäck fand sich natürlich eine Torte, was auch sonst.

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Als Christine mich bat für ein Dessert zu Sorgen fing ich direkt an zu recherchieren. Das Thema war spannend. Mal was anderes. Zuerst hatte ich Ideen mit Kreidezeichnungen und Absperrband oder Fingerabdrücken. Aber das war alles irgendwie nicht soo das Wahre.Und dann entdeckte ich eine zweistöckige Torte, die so ähnlich aussah wie die oben auf dem Bild.

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Jah, die Grundidee war nicht von mir, aber ich fand es einfach so faszinierend. Elegant, dezent gruselig und trotzdem etwas blutig. Das musste ich umsetzten. Leider habe ich mir nur das Bild abgespeichert und mir nicht gemerkt von wem es war. Sonst würde ich das jetzt natürlich verlinken. Falls sie jemand kennt, gebt mir bitte Bescheid!

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Zwischendurch habe ich mir Gedanken gemacht ob die Torte überhaupt zum Fall passt. Wir wussten ja keine Details zum Fall.

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Ich wusste, dass eine Frau das Opfer war. Perlenkette könnte also ok sein. Vielleicht trägt die Dame aber auch gar keinen teuren Schmuck. Und Kugeln? Vielleicht ist sie erstochen und nciht erschossen worden.

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Wie sich herausstellte, passte aber alles perfekt. Die Dame war etwas älter und wohlhabend, Perlenketten also durchaus in Ordnung. Und sie wurde aus nächster Nähe erschossen. Kugeln und Blut passen auch!

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Die rote Blume ist mir leider nicht so gelungen wie geplant. Der Fondant kämpft sehr mit der Luftfeuchtigkeit bei uns. Ich habe mir mittlerweile schon Luftentfeuchter besorgt um so etwas künftig zu vermeiden.

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Sie sollte eigentlich nicht so platt sein. Ich habe dann eien anderen Blütenstempel gemacht, dann sah es trotzdem gut aus. Und es wusste ja keiner außer mir.

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Das Blut habe ich aus viel Pulverfarbe und Wodka gemischt. Gelfarben gehen sicher auch sehr gut. Aber so konnte ich die Konsistenz besser bestimmen. Die Kleckse zu machen hat wirklich Spaß gemacht. Ich habe einen Borstenpinsel dafür genommen und ihn mit den Fingern aufgefächert, sodass die Farbe gegen den Kuchen fliegt. Ihr kennt die Technik bestimmt noch von früher mit Zahnbürsten und Papier. Wir haben sowas manchmal im Kindergarten und der Grundschule gemacht.

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Wo die Flecken zu dick waren, ist teilweise die Farbe etwas weg gelaufen. Das hab ich ein wenig repariert, das war dann gar nicht so schlimm.

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Die Perlen habe ich alle einzeln gerollt und mit einer Nadel ein Loch rein gepieckst. Auf ein paar ist dann noch etwas silberne Farbe gelandet um ein paar Lichtreflexe zu immitieren. Teilweise hab ich die Perlen dann auf ein dünnes Garn aufgefädelt. So entstand die zerissene Perlenkette.

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Achja, gefüllt war die Torte wieder wie Superman, aber diesmal gab es noch eine zusätzliche Himbeerschicht.

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Der Abend hat uns auf jeden Fall richtig Spaß gemacht! Ich war ja erst etwas besorgt, weil ich wenig Leute kannte und dann auch noch schauspielern…das klang so gar nicht nach Wohlfühlzone für mich. Aber das war natürlich kein Grund abzusagen. Schließlich wollten wir ja auch Christines Geburtstag mit ihr feiern. Und so ein Krimidinner klang auch toll und spannend. Also nicht drüber nach denken und hin! Das hat sich auch gelohnt! Alle waren sehr nett und es war großartig! Also Christine, nochmal vielen Dank für den tollen Abend und die ganze Arbeit und Mühe, die du dafür auf dich genommen hast!

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Ich werde mir bestimmt auch so ein Buch zu legen und so etwas mal machen. Mal gucken was es da alles gibt. Hat jemand von euch so etwas schon einmal mit gemacht? Könnt ihr Bücher empfehlen?

Eure Krissi

 

EDIT:

Die liebe Christina ist jetzt mit Ihren Berichten zum Krimidinner fertig. Der letzte war das Buffet, wo auch diese Torte ihren Auftritt fand. Wenn ihr bei Christine mal schauen wollt, wie das mit dem Krimidinner so war, schaut mal unter den folgenden Links:

Warum überhaupt ein Krimidinner?
Die Einladungen
Wer ist wer?
Der Fall und seine Hintergründe
Die Deko
Was gabs zu essen?