Von vergangenen Tagen und Crystal Meth

Was? Wie? Drogenbeichte? War hier deshalb so lange Funkstille?

Nein, keine Sorge. Ich beichte hier nicht meine langjährige Drogenanhängigkeit oder sonstige Erfahrungen mit Drogen. Die sind nämlich beide nicht existent.

Ich zeige euch lediglich eine etwas ältere Geburtstagstorte. Inspiriert von Breaking Bad, liefert sie uns heute den Drogen-Hintergrund.

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Die Methylamin-Fässer mit der auffälligen gelben Biene darauf sind wohl vielen ein Begriff. Aber wer die Serie nicht kennt, wird sie wohl kaum erkennen. Ich wollte gern eine Torte machen, die nicht direkt schreit „Hier guck! Breaking Bad!“

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Leider musste alles relativ schnell gehen, da wir zur gleichen Zeit umgezogen sind. Aber der Mann brauchte ja eine Geburtstagstorte. Geht ja nicht – Geburtstag ohne Kuchen. Naja und da er ein DVD-Set mit einer limitierten Sonder-Edition der Serie bekam, war das Thema klar.

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Flott ein bisschen Deko und seine eigene Box mit blauem Methamphetamin gab es auch noch. Alles improvisiert in der fast leeren alten Wohnung zwischen Kartons.

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Die Fassform hat man ja durch den Kuchen schon automatisch, man muss ihn nur etwas höher machen. Damit wir keine Kolonie damit durchfüttern, würde er im Durchmesser eben kleiner.

Für die Griffe im Deckel, habe ich einfach in die Ganache gedrückt um Vertiefungen zu formen. Das solltet ihr beim einstreichen allerdings ein wenig im Hinterkopf haben und da vielleicht ein wenig mehr Polsterung einbauen.

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Die Wülste an den Seiten habe ich auch einfach mit Fondant geformt und auf die Ganache geklebt. Der restliche Fondant kam dann erst danach drüber. So sieht es auch wie aus einem Guss.

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Das Crystal Meth in der Box, ist natürlich kein echtes Methamphetamin. So reich bin ich auch nicht. Es sind Bonbons.

Gebt dafür einfach blaue Bonbons auf ein Blech und lasst sie im Backofen etwas schmelzen. Das lasst ihr dann wieder trocknen. Anschließend könnt ihr sie zertrümmert und in kleine unauffällige Zipper-Beutel verpacken.

Vielleicht habt ihr ja auch noch eine durchsichtige Box mit blauem Deckel im Haus. Das Geschenk habe ich übrigens in die Mitte der Box gelegt.

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Was ist euch bei Breaking Bad an Gegenständen gut im Kopf geblieben?

Bei mir waren es definitv die Fässer, Schraderbräu und der Teddybär zum Beispiel.

Eure Krissi

Hoch hinaus

…will der kleine Marlon sicher auch mal. Das wird allerdings noch eine ganze Weile dauern. Bisher ist er nämlich erst ungefähr 12 Wochen alt und träumt vielleicht eher von großen Abenteuern.

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Die erstmal letzte Babytorte hier auf dem Blog. Mal gucken wann ich nochmal eine machen kann. Inhalt ist hier auch Schokolade und Marmelade mit weißer Ganache. Genau wie bei dem Törtchen für Jonas.

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Hier war schnell klar, dass die Torte irgendwas mit Weltraum und Sternen und sowas zu tun haben müsste. Die werdenden Eltern hatten nämlich einen passenden Spitznamen für ihr ungeborenes Kind. Irgendwie muss man das kleine neue Leben ja auch benennen, nicht wahr?

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Die Punkte in der blauen Oberfläche sollten so etwas wie Asteroiden oder ähnliches darstellen. Irgendwas was da eben so rumfliegt. Und ehrlicherweise sind es einfach harte Fondantstücke, die ich mit ausgerollt habe. Mit dunkelblauer und silberner Lebensmittelfarbe hab ich dann noch Details und Schatten auf das Törtchen gemalt.

Die Sterne sind aus gelbem Fondant ausgestochen und mit goldener Farbe bemalt. Mit der hab ich auch den Namen freihändig draufgepinselt.

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Das Baby kommt natürlich wieder aus der Silikonform. Die Windel passe ich immer einfach an den Popo an, schneide Reste direkt weg und drücke die Ränder an. Das geht für mich am einfachsten.
Die Sterne hier musste ich auch ausschneiden, da ich nicht so kleine Ausstecher habe.
Für die Rüschen muss man einfach etwas blauen Fondant ganz dünn ausrollen und mit dem Ball-Tool an einer Seite bearbeiten. Das wellt sich dann von ganz alleine.

Die goldene und silberne Lebensmittelfarbe habe ich als Pulver. Sie ist sehr ergiebig und man mischt sie einfach mit einem Tropfen klaren Alkohol. Wasser würde das Fondant auflösen.

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Marlon heißt im keltischen übrigens kleiner Falke und bedeutet bei den alten Römern „dem Kriegsgott Mars geweiht“. Er wurde traditionell Jungen gegeben, die im März geboren wurden. Ich glaube nicht, dass die Eltern das wussten, aber dieser kleine Marlon wurde tatsächlich im März geboren. Sein Name ist also stark und mutig und ich denke das wird ganz gut zu ihm passen.

Eure Krissi

 

 

 

Der Wal und das Täubchen

Noch ein Baby! Und eine Torte.

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Und wieso jetzt ein dicker Wal und eine gemeine Taube? Da sind doch Blümchen.

Der Titel kommt diesmal vom Namen des Kindes. Der kleine Junge heißt nämlich Jonas.

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Und die hebräische Form davon bedeutet „Taube“, im griechischen „Zeichen“. Früher glaubte man in Griechenland, dass Vögel Zeichen der Götter waren. Menschen die den Namen Jonas tragen sollen sehr friedfertige Menschen sein. Momentan hält er die liebe Mama noch ziemlich auf Trab, aber hoffen wir mal, dass er ein sehr lieber Junge wird.

Und der Wal? Eien biblische Geschichte von Jonas und dem Wal. Als Kind war das meine Lieblingsbibelgeschichte. Ich weiß gar nicht genau warum. Irgendwie fand ich es faszinierend, dass er im Bauch überleben kann.

Für alle, denen die Geschichte unbekannt ist fasse ich mal kurz zusammen worum es geht. Dann lernen wir hier direkt alle nochmal was. Ich hab den genauen Inhalt nämlich auch schon lange vergessen.

 Jona (meist Jonas genannt) erhält von Gott den Auftrag, den Bewohnern der Stadt Ninive aufgrund ihrer Boshaftigkeit die Zerstörung der Stadt anzudrohen. Jona geht stattdessen aber zu einem Hafen, weil er denkt die Bewohner verdienen die Strafe, und flieht in einem Schiff nach Spanien. Gott entfacht deshalb einen gewaltigen Sturm, durch den das Schiff in Seenot gerät. Jona bekennt sich des Zorns Gottes schuldig und schlägt vor, sich ins Meer werfen zu lassen. Die Seemänner versuchen noch an Land zu kommen, da das aber nicht klappt, opfern sie Jona doch. Der Sturm hört augenblicklich auf. Jona betet für seine Rettung und wird von einem großen Wal verschlungen. In dessen Bauch betet er weiter und wird nach drei Tagen und drei Nächten wieder an Land ausgespien. Er ergreift seine zweite Chance und verkündet Ninive ihr Schicksal. Diese Ankündigung lässt die Bewohner büßen und Gott begnadigt sie. Jona ist zornig darüber, weil er angeblich wusste, dass Gott die Stadt verschonen würde und nur deshalb geflohen ist. Er setzte sich unter eine schattige Pflanze und war beleidigt. Aber Gott ließ die Pflanze verdorren und fragte ihn ob er traurig darüber sei. Er erklärte ihm das er selbst noch viel trauriger gewesen wäre, wenn er all die Menschen zerstört hätte. Erst da verstand Jona und freute sich darüber die Stadt gerettet zu haben.

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So wer noch nicht eingeschlafen ist, darf noch mal Torte gucken. Verzeiht mir den Exkurs. Ich bin wirklich nicht gläubig, aber manche Teile sind schon interessant. Eigentlich wollte ich das ja auch nur schreiben, weil ich die Geschichte früher gut fand.

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Und irgendwas muss ich euch ja hier auch erzählen. Denn über das Törtchen selbst gibt es nicht viel zu schreiben. Der Name ist handgeschrieben mit Lebensmittelfarben und die Blümchen mit kleinen Ausstechern entstanden. die Blütenblätter hab ich ein bisschen hochgebogen und trocknen lassen, damit sie plastischer aussehen.

Unterm Fondant befindet sich Schokokuchen mit dem Superman-Rezept und weißer Ganache. Statt Kirschen ist aber diesmal Holunderblüten-Marmelade dazwischen. Schöne Kombination.

Dieses Baby ist übrigens noch keine zwei Jahre alt, sondern erst wenige Wochen.

Eure Krissi

Cute as a Button

Mir ist aufgefallen, dass ich euch noch gar keine Babytorten hier gezeigt habe. Deshalb macht den Anfang jetzt auch eine ältere. Ich bin davon ausgegangen sie wäre schon längst hier drin. Ist sie aber nicht. Und anscheinend habe ich bei dem letzten großen Datenverlust auch einige Bilder der fertigen Torte verloren. Deshalb kann ich euch auch nur ein paareher schlechte Handybilder aus der Entstehung zeigen. Aber vielleicht bringen sie euch ja trotzdem auf Ideen für eine eigene Baby Motivtorte.

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Die Babyform kennt ihr ja schon von einer anderen Figur, die allerdings nicht auf einer Torte gelandet ist. Die Fee, die meine Schwester bekam. Diesmal wurden es also Rüschen und Knöpfe.

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Und der kleine ist tatsächlich auf einer Torte zur Geburt gelandet. Ich hab einen einfachen Zitronenkuchen darunter gemacht. Der, wenn ich mich recht erinnere, leider etwas trocken wurde. Ich hoffe er hat trotzdem geschmeckt. Vorne auf den freien Platz habe ich noch Name und Geburtsdatum per Hand in Gold geschrieben. Und in der Platte befindet sich einfach Pappe. So konnte ich alles schon vorbereiten. Nach der Geburt musste ich dann nur noch den Kuchen backen und eindecken. Die Platte konnte ich dann schon fertig darauf befestigen. Die Knöpfe sind übrigens auch mit einer Silikonform gemacht. Sie sind aber auch so nicht so schwer zu formen. Einfach eine runde Platte modellieren. Mit etwas plattem runden eindrücken und die vier Knopflöcher mit einem Schaschlikspieß oder ähnlichem andeuten.

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Tja, und der kleine Junge, für den das Törtchen war, ist jetzt schon zwei Jahre alt. Immer noch niedlich, aber nicht mehr ganz so klein. Und jetzt würde er sich wohl wahnsinnig über eine Baggertorte freuen. Vielleicht ja zum nächsten Geburtstag.

Eure Krissi

Himmel und Hölle und Liebe

Ich habe lange überlegt ob ich diesen Artikel schreiben soll. Sehr lange. Ich hatte mehrere Versionen davon geplant und wieder verworfen. Manchmal sollten es mehrere Posts werden, manchmal habe ich mich von der Idee ganz verabschiedet. Jetzt habe ich beschlossen alles in einen großen Artikel zusammen zu fassen.

Kurz dazu in privater Sache: Hallo Frau Büker, das hier ist der Beitrag auf den Sie eigentlich schon so lange warten. Es tut mir leid, ich konnte mich wirklich nicht entscheiden. Und vielen Dank, dass sie so oft hier mit lesen!

So, jetzt wieder für alle. Heute geht es um Hochzeitstorten. Ich habe bisher drei Hochzeitstorten gemacht. Und jedes mal war es der Horror schlechthin und das Schönste überhaupt. Ich habe schon öfter Motivtorten gemacht, am meisten gelernt habe ich aber immer bei den Hochzeitstorten. Zum Glück waren die Brautpaare immer zufrieden. Ich eben nur so halb, aber das ist an den Tagen nicht wichtig.

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Das hier war meine erste Hochzeitstorte. Und meine zweite Motivtorte. Der reine Wahnsinn das überhaupt gewagt zu haben. Aber zu dem Zeitpunkt dachte ich „Ach kein Problem, wird viel Arbeit, aber das wird schon klappen.“ Ich hatte ja keine Ahnung. Absolut gar keine. Allerdings muss ich sagen, dafür ist sie doch relativ gut geworden.

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Die Torte war für meine Schwester und ihren Mann. Nachdem sie mich gefragt hatte, machte ich einige Skizzen und sie suchte sich eine aus. Natürlich die mit den meisten Rosen überhaupt. Aber ich hatte das ja vorgeschlagen. Also früh genug anfangen und helfen lassen und alles wird gut. „Füllung? Klar, könnt ihr frei entscheiden, geht alles.“ Sie wollten Buttercreme, Schokosahne und Mandarinensahne. Die erfahrenen Tortenbäcker unter euch wissen jetzt wieso die oberen beiden Etagen so rund sind. Das war absolut keine Absicht. Sahnefüllung verträgt sich nicht mit Fondant und wird schon gar nicht fest. Das wusste ich damals nicht. Und so im Nachhinein ist es mir völlig schleierhaft wieso ich da nicht recherchiert habe.

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Dann war auch noch der heißeste Tag des Jahres. Wer aufmerksam ist, sieht da links auch, dass sich eine der Rosen verabschiedet. Das diese Torte überhaupt gehalten hat bis zum Anschnitt, grenzt an ein Wunder. Aber beide fanden sie wirklich hübsch und sie war sehr lecker. Soweit ich mich erinnere fanden alle sie toll. Und mein Schwager sogar zu schade zum anschneiden. Gelernt habe ich, dass nicht alle Füllungen für Motivtorten funktionieren, wie man Löcher im Fondantüberzug flickt, dass man auch mal Aufgaben abgeben muss und ich bin besser im Rosenformen geworden.

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Danach schwor ich NIE wieder eine Hochzeitstorte zu machen. Es war stressig und wirklich viel Arbeit. ausserdem wollte ich kein Brautpaar enttäuschen. Aber ihr seht an dem Bild schon, das ist nicht die gleiche Torte. Diese Rosen sind etwas größer und glitzern. Wenn liebe Menschen Dinge sagen wie „Wir wissen du wolltest keine Hochzeitstorten mehr machen, aber wir wollten dich trotzdem fragen. Wir würden uns so freuen.“, dann kann ich einfach nicht nein sagen. Wer macht denn sowas? Mittlerweile hatte ich auch mehr Erfahrung mit Motivtorten. Ich stellte als Bedingung, dass sie nicht so groß wird und erklärte was möglich war. Zum Glück waren die beiden damit einverstanden.

Ich machte dieses Probetörtchen. Es schmeckte und alles war abgemacht. Die Füllung diesmal, Schokobuttercreme. Die besser schmeckende Buttercreme mit Pudding. Wer merkt was? Ja, Buttercreme und Fondant sind reines Glücksspiel. Bei einigen klappt es, bei anderen nicht. Aber ich hab ja getestet. Mit Schokobuttercreme klappte es, also alles gut.

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Die Etagen wurden nur halb so hoch wie ich gerne gehabt hätte, und auch die Rosen waren mir nicht groß genug, aber ansonsten klappte es überraschend gut. Ok, ich hatte einige „Tobsuchtsanfälle“ beim überziehen, aber das ist mittlerweile schon fast Standard. Obwohl es wird besser. Die Erfahrung und Übung lässt einen entspannter und sicherer werden.

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Wenn sich die Braut beim Anblick der Torte aber so sehr freut, dass sie anfängt zu weinen, ist alles vergessen. Ein besseres Kompliment und mehr Glücksgefühle kann man in dem Moment einfach nicht bekommen.

Also was durfte ich diesmal lernen? Die Fehler, die ich mit allen Kleinigkeiten sehe, sehen andere oft überhaupt nicht. Man sollte auf seine Fähigkeiten vertrauen und mutig sein. Man backt lieber doppelt als später zu wenig zu haben. Und Rosen sind eigentlich ziemlich einfach und können unzählige Blütenblätter haben.

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Tja, kommen wir also zur dritten Torte. Eine meiner liebsten und ältesten Freundinnen fragte ob ich ihre Hochzeitstorte machen würde. Sagste ja auch nicht nein. Und ich hatte ja jetzt auch schon mehr Erfahrung mit Torten. Dreistöckig und groß sollte sie werden, hui.

Ihr seht bei der Füllung ging ich auf Nummer sicher. Was auch ein wenig daran lag, dass meine Freundin direkt sagte „Aber keine Schokolade und kein Marzipan!“ Was?? Meine Standardfüllung war bisher Schokokuchen und Ganache. Dilemma. Ok, heller Teig, wird bestimmt nicht das Problem. Außen dann wohl Buttercreme, hat ja schon gut geklappt. Die leckere mit Pudding, ne?

Diesmal direkt vorab, bei dieser Torte habe ich gelernt, dass Buttercreme mit Pudding der beinahe Tod für Fondant ist.

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Die Torte bekam furchtbar viele Hugel und Blasen. Die schwarzen Ornamente, die meine Freundin sich gewünscht hatte verliefen. Ich verzweifelte, weil ich absolut keine Ahnung hatte woran das lag. Heute weiß ich das sehr gut.

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Beim Transport kamen wir in einen Regenschauer, was der Torte natürlich auch nicht gut tat. Sie lief immer weiter weg. Ausserdem war das Ding unglaublich schwer. Ich setzte mich mit ihr zusammen in den Kofferraum des Bräutigams und wir fuhren die paar Meter zum Raum. Dabei kippte sie mir fast einmal um und bekam eine weitere Delle. Ich war so unglücklich. Aber die Torte überlebte und insgesamt und kam in den Kühlschrank.

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Gut geklappt hat bei dieser Torte aber der Teil mit den Etagen. Schön hoch und einigermaßen grade Kanten. Leider war sie aufgrund des Teiges und der Füllung ziemlich mächtig. Aber sie hat, soweit ich das beurteilen konnte, allen geschmeckt.

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Wirklich stolz war ich diesmal auf die Rosen. Ich probierte eine neue Methode und sie wurden richtig schön groß und realistisch.

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Klar, nicht vergleichbar mit einigen Zuckerblumenkünstlern, aber für mich ein riesiger Meilenstein. Natürlich hatten auch sie mir einige Nerven gekostet. Ich hatte aber Wochen vorher angefangen und somit hat alles ganz gut geklappt.

Ich glaube ich bin meiner Freundin in den Wochen vor ihrer Hochzeit schon ziemlich auf die Nerven gefallen wegen der Torte. Das tut mir auch heute noch leid. Aber ich glaube sie war trotzdem ganz glücklich mit dem Ergebnis nachher.

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Als wir die Torte raus holten machten alle Gäste Fotos und das Brautpar durfte sie erstmal gar nicht anschneiden. Schon eine komische Situation. Die Rosen wurden nachher sogar teilweise mitgenommen. Eine von den kleinen liegt auch bei uns zu Hause unter einer Glasglocke. Es könnte sogar sein, dass es die auf dem Bild hier drüber ist.

Überraschenderweise ähnelten die Zuckerrosen sehr den echten Rosen der Tischdeko. Das war eigentlich gar nicht geplant, aber wirklich sehr witzig.

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Gelernt habe ich bei dieser Torte so einiges. Vorallem tolle Rosen zu machen und Blütenpaste selbst herzustellen. Die Sache mit den Fehlern und der Buttercreme natürlich. Und dass ich noch viel Übung brauche und das wohl auch immer so bleiben wird. Man lernt immer etwas!

Ich habe jede der Torten gern gemacht und bin wahnsinnig glücklich darüber, dass ich es durfte und sehr dankbar darüber, dass allen Brautpaaren ihre Torten gefielen. Vielen vielen Dank dafür!

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Und warum habe ich mich jetzt doch entschieden, über all diese Missgeschicke und wundervollen Erlebnisse zu schreiben? Ich wollte zeigen, dass nicht immer alles glatt geht. Und das muss es auch nicht. Fehler machen und etwas lernen gehört dazu, zu jedem Lebensbereich. Deswegen zeige ich euch heute auch Torten, die Fehler haben und nicht so gut gelungen sind. Sie machten trotzdem Freude. Und das ist viel wichtiger.

Naja und dann gibt es noch eine Neuigkeit, die ich bisher nicht mit euch geteilt habe. Auch wir benötigen bald eine Hochzeitstorte.

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Betty´s Hase

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Der zweite Beitrag hier diesen Monat! Das war tatsächlich im September das letzte Mal der Fall. In den darauf folgenden Monaten habe ich es nur geschafft jeweils einen Artikel zu veröffentlichen. Aber zumindest gab es Lebenszeichen, das ist ja auch schonmal was. Ich möchte jetzt aber wirklich wieder öfter hier schreiben. Nicht weil ich ein schlechtes Gewissen habe, sondern weil es mir Spaß macht. Es ist sogar schon ein dritter Beitrag für diesen Monat vorbereitet. Er soll sogar noch vor Ostern kommen.

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Aber genug Statistik, reden wir über Kuchen und Hasen. Ihr erinnert euch doch sicher noch an den Froschkönig, oder? Da hatte meine Freundin mir das schöne Buch von Betty geschenkt und als Dankeschön bekam sie den Frosch, den sie so toll fand.

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Der Hase und die Blumen von diesem Kuchen sind auch wieder aus diesem Buch. Allerdings von zwei verschiedenen Torten. Ich habe einfach zwei Ideen von ihr zusammengewürfelt. Man will ja auch beim lernen nicht nur nachmachen.

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Unter dem fliederfarbenen Fondant befindet sich ein Marzipan-Pfirsich-Kuchen mit Ganacheüberzug. Der hat sich überraschend gut dafür geeignet. Schön fest aber trotzdem saftig. Das Rezept kennt ihr vielleicht schon vom Briefmarkengugelhupf, nur diesmal eben mit Pfirsich.

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Entstanden ist der Kuchen allerdings schon vor längerer Zeit. Ich bin mir grade gar nicht sicher ob letztes oder schon davor das Jahr. Aber das ist ja eigentlich auch egal, denn Ostern ist bald schon wieder da. Und der Hase passt da ja sowieso immer.

Das Gras könnt ihr ganz einfach mit einer Knoblauchpresse oder eienm Sieb machen. Ihr müsst nur das grüne Fondant durchquetschen und mit einem scharfen Messer abtrennen. So lassen sichauch toll Haare oder ähnliches machen.

Habt ihr schon etwas für Ostern dieses Jahr vorbereitet?
Habt ihr vielleicht noch Zeit für Betoneier? Oder ein schönes Osterbild?

In der Küche könnt ihr noch eine Quarktorte mit Häschen machen oder Kucheneier.

Eure Krissi

Unter dem Meer…unter dem Meeeeer….

Na, wer hat einen Ohrwurm? Hallo Kinder der 90er und Disneyfans.

Vor ungefähr einem Jahr verlinkte meine Schwester mich auf Facebook auf einem Bild mit den Worten „Ich hab ja bald Geburtstag“. Ok, bald stimmte in diesem Fall nicht ganz so, aber das war wohl auch gut so. Zu sehen war auf diesem Bild nämlich eine dreistöckige Torte mit Ariellefiguren, allen möglichen Korallen, Algen und was man sonst noch so im Meer finden kann. Meine Antwort darauf ging in die Richtig „Haha, ja klar wer soll das denn alles essen!?“. „Och da finden wir schon genug“ bekam ich zu lesen. Dann fiel mir auf, dass die Figuren gekaufte waren, keine modellierten. Da dachte ich mir irgendwie „Och wieso nicht…vielleicht.“

Ich konnte dann aber absolut keine passenden Figuren finden. Entweder waren sie zu teuer oder hässlich oder zu klein oder sonst was. Zu dem Zeitpunkt war ich aber schon längst infiziert und wollte die Torte doch ganz gerne machen. Meine Schwester hatte Glück, dass ich mich grade ein wenig im „Torten-Wahn“ befand. Zum jetztigen Zeitpunkt hätte ich es wohl bei dem Scherz belassen. Aktuell habe ich nämlich so gar keine Lust Motivtorten zu machen. Tja, aber so bekam sie meine erste selbstgefertigte menschliche Zuckerfigur.

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Jaaa, ich weiß ich muss noch üben! Aber für den ersten Versuch find ich meine mondgesichtige Arielle ohne Hals ganz ok.

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Die Torte wurde aber nur zweistöckig statt dreistöckig. Dafür waren die einzelnen Etagen ziemlich hoch.

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Ich bastelte einige Algen, Muscheln, Korallen und Seesterne aus Fondant dazu.

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Zuerst dachte ich auch, so etwas wäre total schwer. Aber wenn man sich die einzelnen Teile im Detail anschaut, kann man sich meistens schon denken wie sie ungefähr hergestellt werden können. Ihr könnt aber auch ruhig Fragen stellen. Um sie plastischer und echter wirken zu lassen, habe ich sie meistens noch mit etwas Puderfarbe bestäubt.

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Die meisten Teile müssen etwas länger trocknen, damit sie richtig halten. Die großen Algen habe ich zum Beispiel um Schaschlikspieße gewickelt und bis zum dekorieren so trocknen lassen.

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Der Rand ist leider nicht so sauber geworden, die einzelnen Etagen sehen etwas neulig aus. Aber ist ja auch ein Ozean, nicht wahr? Um das zu unterstreichen hab ich auch die kompletten Kuchenetagen mit dunkelblauer und silberner Puderfarbe bestrichen.

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Den Seesternen und Muscheln kann man unterschiedliche Texturen geben. Da kann man sich ruhig ein wenig austoben.

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Hier seht ihr schön, dass ich den flachen Bauch von Arielle ganz gut hinbekommen habe. Die Fingerchen dagegen sind eher wurstig geworden.

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Hier einmal die Rückansicht der schwimmenden Schönheit. Die Flossen sind mir leider mehrmals abgefallen und kaputtgegangen. Deswegen sehen sie nicht mehr so filigran aus. Mittlerweile würde ich vielleicht Waferpaper oder so etwas dafür ausprobieren.

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Als ich die Dekoration und Arielle vorbereitet hab, herrschte leider eine ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit. Das war wirklich eine Herausforderung und es ist einiges kaputt gegangen.

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Bei Arielle hatte ich natürlich den Anspruch an mich selbst, dass sie genauso aussieht wie in dem bekannten Disneyklassiker. Das ist natürlich grandios daneben gegangen. Haare, Finger, Münder, Nasen,…alles muss ich noch üben. Trotzdem bin ich mit meiner ersten Figur zufrieden. Immerhin habe ich keine richtige Anleitung benutzt, sondern versucht anhand von Bildern anderer Figuren alles hinzubekommen. Mal sehen ob ich nochmal die Gelegenheit bekomme eine zu machen.

Eure Krissi

Callas für das neue Jahr

Frohes neues Jahr!!! Ich hoffe ihr seid alle gut rein gekommen!?

Hier gab es keinen Jahresrückblick oder Tipps und Rezepte für ein gelungenes Silvester, denn wir waren gar nicht da. Eigentlich wollte ich „zwischen den Jahren“ noch bloggen, aber mein Laptop hat Probleme gemacht. Deshalb musste dieses Törtchen auf heute warten und wünscht euch eben ein tolles neues Jahr!

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Diese Callas waren auf der Geburtstagstorte meiner Mutter. Sie hat zwar im Mai Geburtstag, aber ich fand einfach es passt optisch viel besser in den Winter.

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Einige von euch werden jetzt vielleicht erschrecken, gelten Callas doch als Beerdigungsblumen. Sie halten lange und brauchen wenig Pflege, weshalb man sie wohl besonders häufig auf Gräbern findet. Wirken sie doch auch so elegant und edel.

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Aber genau deshalb sind sie auch die Lieblingsblumen meiner Mama. Also nicht, weil sie mit Trauer verbunden sind, sondern weil sie so hübsch sind. Zum Glück ist das ja nicht der einzigste Ruf, den die Calla hat. Sie wird auch zu durchaus schönen Anlässen verwendet. Manchmal sogar für Hochzeiten. Sie symbolisiert eben die schlichte Eleganz in Blattform.

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Eigentlich ist die Calla-Blüte ja einem Blatt sehr ähnlich. Der Stiel verfärbt sich in weiß, rot, gelb oder violett und öffnet sich. Darunter findet sich der Blütenstempel.

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Die Calla als Zuckerblume ist dementsprechend einfach zu formen.

Zuerst müsst ihr allerdings die Blütenstempel formen und trocknen lassen. Dafür nehmt ihr gelbes Fondant und macht eine Wulst um einen Draht herum. Ich habe Krisstallzucker mit gelber Puderfarbe vermischt und die Stempel dort hineingetunkt. Wenn ihr die Stempel vorher mit essbarem Kleber bestreicht, hält das sehr gut. Die Stempel sehen überraschend echt aus und glitzern durch den Zucker ein wenig im Licht.

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Um die Blüte zu formen sticht man ein Herz aus und dünnt die Ränder aus, vorallem die Spitze. Wie stark ihr ausdünnt müsst ihr ein wenig ausprobieren. Ich habe das Fondant von Anfang an der dünn auserollt, da Callas nicht sehr dick sind. Anschließend dreht man das breite Ende ein, um einen Trichter zu formen. Die Ränder biegt man etwas um und zupft sie zurecht. Die Spitze kann man dabei noch etwas zusammendrücken. Unten sollte eine leichte Öffnung für den Draht bleiben. Trocknet die Blüten am besten auf einem kegelförmigen Objekt. Dafür könnt ihr einfach ein paar Kegel aus Papier drehen. Achtet darauf dass die Blütenenden nicht auf dem Boden aufliegen, der Kegel sollte also höher sein. Sonst sind die Ränder nachher platt gelegen.

Wenn alles getrocknet ist, nehmt ihr die Callas runter und fügt in jede Blüte einen Blütenstempel ein. Der Draht guckt dann relativ lang unten raus. Ich habe sie danach in Strohhalme gesteckt um den Stiel zu simulieren. Ich wollte, dass die Callas stehen um sie so auf der Torte anzubringen. Die Strohhalme ummantelte ich noch mit grünem Fondant und verband die Enden unsauber mit den Blüten. Das sollte den Übergang natürliche raussehen lassen. Besser wäre gewesen ich hätte es an dieser Stelle ausgedünnt und richtig mit dem weißen Fondant verbunden. Darauf bin ich leider nicht gekommen und das geht leider auch nicht so gut, wenn die Blüten schon trocken sind. Um den Übergang noch unsichtbarer zu machen, habe ich grüne Puderfarbe aufgepinselt.

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Hier in der Nahaufnahme ist das nicht so hübsch, aber von weitem wirkte es sehr realistisch. Ursprünglich wollte ich die Stiele ganz grade aneinander „binden“. Damit es etwas natürlicher aussieht habe ich sie ein klein wenig ineinander verdreht. So hatten auch die Blüten Luft und konnten für sich wirken. Sonst hätten die tieferen gegen die anderen Stiele gedrückt.

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Am Törtchen selber habe ich mal ein Rautenmuster mit Perlen probiert. Das hat nicht ganz so einwandfrei geklappt wie erhofft, aber ich war trotzdem zufrieden. Im großen und ganzen wirkte die kleine sehr elegant.

Bevor ich die Perlen auf die Schnittstellen geklebt habe, habe ich mit einem sternförmigen Tool in die Torte gedrückt. So sah es ein wenig so aus wie bei einem Kissen, wenn dort Knöpfe oder Perlen aufgenäht sind.

Den Übergang von Torte zu Callas habe ich mit ganz vielen Perlen verdeckt. Sie sind ein wenig aufgetürmt und teilweise weggerollt. Als ob die Callas aus der Dekadenz der Torte explodiert wären. Reichtum im Übermaß…ihr versteht schon!?

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Gefüllt war diesmal mit hellem Biskuit und eine Yoguretten-Ganache. War sehr lecker. Man muss nur aufpassen, die Erdbeerstücke in der Yogurette lösen sich nicht auf. Ihr habt also Knubbel in der Ganache. Man kann sie aber zerdrücken, deswegen ist das beim einstreichen nicht so schlimm.

Vielleicht habt ihr im Winter ja noch einen Geburtstag, wo ihr die Deko übernehmen könnt. Wintergeburtstage sind manchmal gar nicht so einfach zu dekorieren.

Ich wünsche euch ein wundervolles und ereignisreiches Jahr 2015!

Eure Krissi

Tradition mal anders

Diesmal präsentiere ich euch was ganz Traditionelles. Das passt ja auch gut zur Weihnachtszeit, nicht wahr? Aber wieso sollte ich das tun, wenn ihr das alle eh schon kennt? Also zeige ich euch eine ganz neue Variante davon, aber mit altbewährtem Rezept.

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Diese Torte bekam mein Vater zum Geburtstag dieses Jahr. Das ist zwar schon ein paar Monate her, aber ich fand sie passte besser in den Winter. Habt ihr schon erraten was für eine Torte es ist?

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Am Rand könnt ihr ein wenig die Kirschen erahnen, die sich da aus der Sahne drücken. Genau! Es ist eine Schwarzwälder Kirsch Torte! Kennt ihr eigentlich irgendjemanden, der diese Torte nicht mag? Das sind wirklich wenige oder?

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Und da sie immer wieder so beliebt ist, verdient sie doch wohl mal eine Modernisierung oder? Aber natürlich nur im Aussehen und nicht beim Geschmack!

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Für eine 26 cm große Springform braucht ihr:
200 g Mehl
60 g Kakao
1 1/2 TL Backpulver
125 g Zucker
3 Pck Vanillezucker
75 g kalte Butter
4 Eier
2 EL warmes Wasser
3 Tropfen Bittermandelöl
1 Prise Zimt
30g Speisestärke
500 g Kirschen aus dem Glas
40 g Vanillepuddingpulver
2 EL Kirschwasser
500 ml Sahne
25g Puderzucker
Kuvertüre

125 g Mehl, 10 g Kakao, 1 TL Backpulver mit 50 g Zucker, 1 Pck Vanillezucker und 75g kalter Butter schnell zu einem Teig verkneten. Den Teig in einer gefetteten Springform auslegen und mehrmals mit einer Gabel einstechen. Bei etwa 200 Grad für 15 min backen.
4 Eigelbe mit dem warmen Wasser aufschlagen und nach und nach 70 g Zucker und 1 Pck Vanillezucker dazugeben. 4 Eiweiße mit 30 g Zucker steif schlagen und mit Bittermandelöl und Zimt unter die Eigelbcreme heben. 75 g Mehl, 30 g Stärke, 50 g Kakao und 1 1/2 TL Backpulver drunter ziehen. Den Teig in einer gefetteten Springform bei etwa 180 Grad für 30 min backen. Nach dem Abkühlen einmal durchschneiden.
Kirschen und Puddingpulver aufkochen, mit 25 g Zucker und Kirschwasser abschmecken. Statt Puddingpulver könnt ihr auch Stärke nehmen, aber ich finde es geschmacklich so besser. Der leichte Vanilleton passt gut zu den Kirschen.
Die Sahne mit dem Puderzucker steif schlagen.
Die Hälfte der Kirschen und anschließend der Sahne auf dem Knetteigboden verteilen. Darauf einen Biskuitboden, die restlichen Kirschen und die Hälfte der übrigen Sahne geben. Das ganze mit einem Biskuitboden verschließen.
Mit der restlichen Sahne die Torte komplett abdecken. Es kann sein, dass ihr mehr Sahne benötigt.
Die Kuvertüre schmelzen, kalt rühren und über die kalte Sahne gießen. Wenn ihr die Kuvertüre rührt während sie abkühlt, wird sie nicht hart. Warm würde sie die Sahne auflösen. Da müsst ihr den richtigen Zeitpunkt abpassen. Die Schokolade muss noch geschmeidig und flüssig genug sein um schön fließen zu können, aber sie darf auch nicht zu warm sein.

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Ich habe die Schokolade leider nicht ganz glatt bekommen. Ehrlich gesagt sind die Fotos ein wenig bearbeitet, damit ihr trotzdem einen Eindruck bekommt wie es aussehen könnte. Ich habe nicht ganz den richtigen Zeitpunkt abgewartet. Meine Schokolade war noch etwas zu flüssig. Ich hätte wohl noch ein paar wenige Minuten warten sollen. Aber bei sowas bin ich die Ungeduld in Person.

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Das Blümchen habe ich aus unterschiedlich großen Fondantkreisen geformt. Man kräuselt die Ränder einfach ein wenig mit einem Balltool und legt sie dann aufeinander. In die Mitte kommen Zuckerperlen als Blütenstempel.  Jetzt zu Weihnachten könnte man auch kleine Tannenbäume formen. Das passt auch zum Schwarzwald. Oder diese roten Bommel von den Hüten der Schwarzwäldertracht wären auch lustig.

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HIER bekommt ihr wieder die PDF mit dem Rezept. Diesmal ist die Schriftgröße bei der Anleitung ein wenig geringer damit auch alles drauf passt.

Habt ihr noch mehr Ideen wie man diesen Klassiker neu verzieren könnt?

Eure Krissi

 

Über den Wolken……

…wird die Freiheit wohl grenzenlos sein!

Ähm, nein wir schwelgen jetzt nicht in alten Erinnerungen und trällern alte Lieder. Obwohl, wenn ihr dazu was zu erzählen habt, bitte gerne!

Aber hier geht es heute eigentlich um einen sehr viel jüngeren kleinen Mann.

Das Zitat diente nur dazu euch einen Ohrwurm zu verpassen. Na? Wer hat einen? Vermutlich nur wieder ich selbst.

Nun gut, kommen wir zum kleinen Mann. Vor einiger Zeit, wo es draußen noch sonnig und warm war. Fragte mich ein Freund ob ich nicht einen Kuchen für ihn machen könnte. Zum Geburtstag eines 5-jährigen. Klar, gerne. Termin würde er mir noch sagen. Alles klar. Tja, den Termin bekam ich dann etwas sehr kurzfristig…Panik! Das passt gar nicht! Ich muss doch backen und Deko vorbereiten etc. Hm ja gut…erstmal nachdenken. Ok muss etwas improvisieren, aber geht vielleicht doch. Nur eben nicht so super toll.

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Herausgekommen ist das dabei. Für den kleinen Jan, er ist 5 und riesiger Planes Fan. Ich muss zugeben ich habe den Film noch gar nicht gesehen und wusste eigentlich nicht was ich da tue.

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Es geht um Flugzeuge, also blauer Himmel mit Wölkchen wird wohl passen. Das Logo würde er sofort erkennen. Gut, dann versuch ich mich natürlich am Logo und sein Name kommt drüber. Das freut ihn sicher.

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Mit ein paar Schablonen hab ich das Logo auch einigermaßen hin bekommen. Sehr dankbar war ich da für meine neuen Silikonpinsel, die ich an der Torte das erste Mal testen konnte. Damit konnte man sowohl die Wolken etwas formen und zurechtschieben als auch die Kanten ins Logo und die Schrift drücken. Gerne hätte ich das graue Fondant noch Silber gepinselt, aber das hatte ich leider nicht da und die Zeit war zu kurz um es zu bestellen.

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Vorne noch schön groß die Zahl dran, damit jeder sieht wie alt der junge Mann wird. Alles ein wenig unbeholfen geworden, aber das war leider der Zeitdruck.

Unter der Torte befindet sich wieder Schokobiskuit. Diesmal aber mit frischen Erdbeeren dazwischen. Statt Ganache habe ich Nutella genommen. Ich hatte gelesen, dass es auf die Schnelle leichter zu verarbeiten ist und ich konnte es halt einfach kaufen. Keine Zubereitung, kein Abkühlen. Ich weiß wirklich nicht wie manche damit arbeiten können. Das war gar nicht so einfach. Das Nutella lässt sich gar nicht gut formen und wird auch nicht richtig hart. Dadurch sind ein paar Beulen in der Torte. Das fiel durch die Wolken zum Glück nicht alzu sehr auf und ich konnte auch einige verstecken. Also Wolken sind super! Wenn ihr mal mit Fondant anfangen wollt, macht ne Wolken torte, oder ne Sandtorte! Sand kaschiert auch ganz toll Risse und Beulen.

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So das nächste mal mach ich ja vielleicht mal ein Flugzeug. Wenn ich viel viel Zeit und ein Fass voller Geduld habe…ähm…ja…mit Wolken…

Ein schönes Wochenende!

Eure Krissi